Asus präsentiert Quadcore-Tablet Transformer Prime

Mit dem Asus EEE Pad Transformer gelang den Technikern von Asus ein überzeugendes und wandelbares Tablet, das sich per Keyboard-Dock bequem zum Netbook verwandeln konnte. Nun erscheint das Transformer Prime – mit mehr als doppelt so viel Leistung und überarbeitetem Äußeren.

Offiziell sollte das EEE Pad Transformer Prime noch gar nicht vorgestellt werden, Asus-CEO Jonney Shih war aber auf der AsiaD-Technologiekonferenz offenbar so stolz auf das neue Tablet, dass er in seiner Rede von kaum etwas anderem sprechen wollte. Bis zum 9. November, dem Tag an dem das Prime tatsächlich vorgestellt werden sollte, hielt es Shih wohl nicht mehr aus. Angesichts der recht beeindruckenden technischen Daten des Prime aber wenig verwunderlich.

Als erster Tablet-Hersteller wird Asus den Kal-El genannten Quadcoreprozessor mit der offiziellen Bezeichnung Tegra 3 einsetzen. Diese CPU nutzt vier mit 1,5 Gigahertz getaktete ARM Cortex-A9 Recheneinheiten in Verbindung mit einem energiesparend ausgelegten 500-MHz-Kern. Der sogenannte Companion-Core ist dabei für alle weniger leistungshungrigen Anwendungen wie eMail-Tools, Kalenderfunktionen oder den Desktopbetrieb zuständig während die leistungsstarken aber energiehungrigen Kerne nur für entsprechender Last mit der Arbeit beginnen. So spart Tegra 3 enorm Energie – obwohl der Chip insgesamt gut fünfmal so viel Leistung wie Tegra 2 bringen soll, wird laut Nvidia der Energiebedarf sogar noch unter dem des Vorgängermodells liegen.

Asus präsentiert Quadcore-Tablet Transformer Prime

Asus präsentiert Quadcore-Tablet Transformer Prime

Und tatsächlich wirbt Asus bereits mit recht hohen Akkulaufzeiten für das Transformer Prime – bis zu 14,5 Stunden soll das Tablet ohne Steckdose auskommen. Der Wert dürfte sich weiter steigern, wenn das optionale Keyboard-Dock zum Einsatz kommt. Mit dieser anzuklemmenden Tastatur verwandelt sich wie schon das EEE Pad Transformer auch das Transformer Prime in ein vollwertiges Android-Netbook. Die Tastatur bietet zusätzlich auch noch ein Touchpad, USB-Ports, einen Kartenleser und einen eigenen Akku, der den des Tablets auflädt.

Trotz der gestiegenen Leistung wird das Prime deutlich schmaler ausfallen als das Vorgängermodell. Nur 8,3 Millimeter dick soll das Prime sein, der Vorgänger kam noch auf 12,9 Millimeter. Als Betriebssystem soll zumindest in der ersten Charge noch Android 3 „Honeycomb“ zum Einsatz kommen – eine Notlösung um das Prime noch vor dem Start von Android 4 ausliefern zu können. Frühe Kunden werden aber nach dem Start von „Ice Cream Sandwich“ ein kostenfreies Update auf die neuere Android-Version bekommen. Später ausgelieferte Modelle des Tablets werden dann sofort mit Android 4 ausgeliefert. Asus scheint sich mit dem EEE Pad Transformer Prime das lukrative Weihnachtsgeschäft nicht entgehen lassen zu wollen. Kein Wunder: War doch bereits das erste Transformer eines der interessantesten Tablets. Mit dem an die jüngst vorgestellten Zenbooks erinnernden Design mit Aluminiumrückseite dürfte sich Asus jedenfalls auch optisch einen Spitzenplatz verdienen – technisch ist das Prime bereits jetzt schon dank Tegra 3 über jeden Zweifel erhaben.

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