Google Panda: Fazit über die ersten Tage nach dem Update

Das Update des Google-Suchalgorithmus wurde schon lange vor dem Launch gefürchtet, als beispielsweise zur Panda-Einführung in den englischsprachigen Ländern zahlreiche große Websites empfindliche Traffic-Einbrüche hinnehmen mussten. Jetzt gibt es also das Update auch in unseren Breitengraden und polarisiert natürlich: Die Gewinner freuen sich, die Verlierer ärgern sich. So sah es in den ersten Tagen nach der Einführung des Updates aus.

Einige werden sich fragen: “Wofür ist das Panda-Update überhaupt notwendig?” Nun, Google hatte in der letzten Zeit enorme Probleme mit so genannten Content-Farmen oder Websites, die bereits bestehende Inhalte kopiert und aggregiert haben (das sind beispielsweise Blogs, die über einen Automatismus bestimmte Texte von Google News direkt übernehmen). Für Google ist mit dem Panda-Update nun also ein essentieller Knackpunkt im Suchalgorithmus vorhanden, nämlich Textqualität. Doppelte Inhalte, die dadurch entstanden sind, dass Texte blind kopiert und auf der eigenen Homepage verwendet werden, sind nun also Gift für Websites. Ebenso sollte die Struktur klar und übersichtlich sowie möglichst wenig Werbung vorhanden sein. Für Website-Betreiber, die ja irgendwie ihr Geld verdienen müssen, ist das Panda-Update also eine Gratwanderung. Von Google wird empfohlen, nicht auf irgendeinen Suchalgorithmus hin zu optimieren, sondern einfach immer im Hinterkopf zu behalten, Texte selbst zu schreiben und das auch mit hoher Qualität.

Dementsprechend gibt es nach dem ersten Wochenende nach Einführung von Google Panda also wenige Überraschungen. Laut Sistrix haben Branchengrößen wie Wikipedia, YouTube oder Amazon extrem durch das Update profitiert. Facebook, Focus, CHIP und Twitter konnten ebenfalls ihren Sichtbarkeitswert steigern. Erwartungsgemäß sind auch die Seiten herabgestuft worden, von denen man es sich erwarten konnte. Ciao.de, 123people.de, oder geizkragen.de finden sich unter den renommierten Websites, die einen Schlag des Bären hinnehmen mussten – Aber auch Seiten wie die Online-Präsenz von MediaMarkt blieben hier nicht verschont. Bei allem Verständnis, dass Google nun mehr Wert auf Qualität legen will, gibt es jedoch einige Bewegungen, die wirklich nicht nachvollziehbar sind. So hat beispielsweise netdoktor.de, eines der größten deutschen Portale für medizinische Auskunft, stark verloren. Ebenso das bekannte Portal tomshardware.de, das stark abrutschte. Auf der anderen Seite gibt es Websites, denen man eher den Untergang prophezeite, die das Update allerdings mit riesigen Gewinnen überstehen konnten. Eines ist klar: Google ist auf dem richtigen Weg zu qualitativ besseren Suchergebnissen, wird aber in jedem Falle noch nachbessern müssen.

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