Logitech MX1000

Erst vor kurzer Zeit berichteten wir Ihnen über die hervorragende neue Flakmaus aus dem Hause "Logitech", welche nicht nur durch ein futuristisches Design überzeugt, sondern auch durch eine fabelhafte Technik. Wenige Monate nach Veröffentlichung der besagten MX510 hat der Maus- und PC-Zubehör-Hersteller nun die MX1000 in die Verkaufsregale gestellt. Es handelt sich dabei um die kabellose Variante der neuen MX-Generation, jedoch mit einigen tollen Zusatzfunktionen. Statt einer roten Leuchtdiode zum optischen Abtasten der Oberfläche basiert das System auf der brandneuen Laser-Technik und ist daher nicht nur durch die kabellose Funktion für viele Käufer hoch interessant, sondern auch durch eine stark verbesserte Abtastrate ein absolutes Novum, was jedoch auch mit 75 Euro unverbindlicher Preisempfehlung zu Buche schlägt. Wir durften den offiziellen Nachfolger der MX900 bzw. MX700 unter die Lupe nehmen und auf Herz und Nieren testen. Ob wir Ihnen den Kauf empfehlen können, erfahren Sie in unserem Bericht!

Lieferumfang und Spezifikationen
Wie von "Logitech" gewohnt, verpackt der Hersteller seine Lieblingsnager immer in schöne Kartonverpackungen, aus denen in einer transparenten Kunststoffbox die MX1000 herausragt. Neben der Maus wird eine formschöne Ladestation mitgeliefert, ein USB-PS/2-Adapter, eine CD mit Treiber und zusätzlicher Software, ein Handbuch sowie ein Safety Guide für den Laser. Wie immer gewährt "Logitech" drei Jahre Herstellergarantie.

– Bildverarbeitung: 5.8 Megapixel/Sekunde
– Auflösung: 800 cpi
– Beschleunigung: 15 G
– Lithium-Ionen-Akku
– Laser-Abtastung (Klasse 1 Laser)
– 8 Tasten + 1 Mausrad
– Mausrad hat Vier-Wege-Technologie
– Ladestation mit eingebauter Empfangstation
– Komfortable Bedienung dank "MouseWare"-Software
– USB-Anschluss (PS/2 Adapter im Lieferumfang)
– Betriebssystem: Windows 98/ME/2000/XP
– Mit IBM kompatibel
– Drei Jahre Garantie vom Hersteller

Ergonomischer und noch bessere Qualität
Betrachtet man die komplette MX-Serie, fällt auf, dass die ergonomische Form deutlich weiter entwickelt wurde. War schon die MX500 oder MX510 deutlich dicker als Konkurrenzmodelle, wurde hier noch einmal das Gehäuse vergrößert und liegt vor allem in großen Händen viel besser. Statt einem knapp 70mm breiten Gehäuse wurde die MX1000 noch einmal um knapp 10mm verbreitert und um wenige Millimeter erhöht. Was zunächst wie kleine Minisprünge aussieht, fällt jedoch schon beim ersten Bedienen deutlich auf. Die Gummieinbuchtung für den Daumen auf der linken Seite sowie die Beule für den kleinen Finger auf der rechten Seite wurden vertieft und deutlich stärker abgerundet. Was für uns Europäer mit großen Händen eine wahre Segnung ist, dürfte für kleine, asiatische Hände mehr als ungeeignet sein. Leider gibt es auch bei der MX1000 immer noch keine Version für Linkshänder, sodass diese weiterhin auf der älteren MX-Serie ausharren muss.

Mal von der Bildverarbeitung von 5.8 Megapixel pro Sekunde und einer Auflösung von 800 cpi abgesehen, ähnelt der kabellose Nager seinem Bruder MX510 nur in entfernter Weise. Die Programmwechsel-Taste befindet sich nicht mehr oben hinter der unteren Scrolltaste, sondern wurde nun zentral in den Wippschalter an der linken Daumeneinbuchtung verlegt. Auch die einzelnen Tasten gleichen nicht mehr derer der MX510. Sie sehen nun durch größere, verbundene Tasten viel massiver aus. Im Gegensatz zu einem Nager mit Kabel befinden sich ein wenig versetzt über den Daumenwipptasten drei grüne LEDs, welche den Batteriestatus der Maus anzeigen. Nebenbei gesagt, hält der verbaute Lithium-Ionen-Akku nach Angaben des Herstellers über 21 Tage ohne auch nur einmal die Ladestation zu besuchen. Schon nach zehn Minuten Aufladezeit soll Strom für einen ganzen Tag vorhanden sein. Nach drei bis vier Stunden ist die Maus komplett aufgeladen. Die Zeiten einer fortwährend leeren Maus dürften damit am Ende sein. Vielleicht ist es auch erwähnenswert, dass wir seit Beginn der Testphase die MX1000 nur einmal nach dem Auspacken 3.5 Stunden aufgeladen haben und der Akku noch nach 16 Tagen hielt. Während dem Aufladen in der Ladeschale blinken die grünen Leuchtdioden an der Maus bis der Akku voll aufgeladen ist. Um Strom zu sparen, schaltet sich die Maus nach einigen Sekunden in den Ruhezustand, reagiert jedoch so schnell auf Bewegungen, sodass der Benutzer im Endeffekt nichts davon merken wird. Für längere Auszeiten kann auch auf der Unterseite der Maus ein Schiebeschalter auf "off" gestellt werden.

Auflösung und Geschwindigkeit
Immer stehen für einige unter Ihnen nichts sagende Werte auf dem Datenblatt, von denen nur wenige richtig wissen, was uns die Zahl nun genau sagen will. Umso höher, desto besser, ist dabei nicht immer das Gelbe vom Ei. Die Schwierigkeit für Mäusehersteller besteht nämlich darin, das beste Resultat aus dem Verhältnis von Auflösung und Geschwindigkeit zu erzielen. Der eine spricht von einer geringeren Auflösung, aber dafür höheren Leserate der Bilder pro Sekunde, der andere stellt wiederum fest, dass nur bis zu einer bestimmten Bilderrate pro Sekunde die Geschwindigkeit halbwegs spürbar ist. Letzteres hat "Logitech" herausgefunden und das bis jetzt beste Resultat erzielt. 5800 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 800 cpi, was zum ersten Mal in der MX510 zum Einsatz kommt und "Microsoft" in die Schranken wies.

Denn vor einigen Monaten noch machte der reichste Medienkonzern der Welt die Aussage, 6000 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 400 cpi würden die effektivsten Werte erzielen. Sang- und klanglos wurde dies von "Microsoft" geändert und auf den Standard von "Logitech" umgeändert.

5.8 Megapixel/Sekunde und eine Auflösung von 800 cpi erzielen die besten Werte bei einer Auflösung von 1280 x 800 Pixel. Bei 1024 x 768 müssten zwar Auflösung und Geschwindigkeit für das perfekteste Ergebnis ein wenig heruntergeschraubt werden, allerdings merkt man selbst in Ego-Shootern keine Veränderung, sodass 5.8 Pixel pro Sekunde durchweg für alle Auflösungen problemlos verwendet werden können. Wir sprechen hier von Optimierungen in winzig kleinen Größen, die kein Mensch bemerkt.

Kabellose Laser-Technologie für Spieler tauglich?
Da "Logitech" mit der neuen Laser-Technologie auf einen roten LED verzichtet und der Laser nicht sichtbar ist, ist der kabellose Nager nicht auf bestimmte Farben anfällig. So lassen sich alle blauen Mauspads problemlos verwenden, sogar sollen nach Angaben des Herstellers alle Oberflächen außer Glas ohne dunklen Hintergrund für die Maus optimal sein. Wir haben die Maus auf sämtlichen Metallen, Hölzern etc. getestet und können das Ergebnis bestätigen. Lediglich glänzende Materialien können nicht verwendet werden, da der Laserstrahl an deren Oberfläche gebrochen wird und nicht zurück zum Tastsensor kommt. Beim Laser handelt es sich um einen Klasse-1-Modell. Im Gegensatz zum klassischen Laser hat dieser keinen sichtbaren intensiven roten Farbton, sondern ist fürs Auge unsichtbar. Direkt hineinschauen empfehlen wir zwar nicht, allerdings stellt dieser nach unserer Erkenntnis kein hohes Sicherheitsrisiko dar.

Wir bei PCDaily sind natürlich auch sehr auf Computerspiele ausgelegt und immer skeptisch gegenüber kabellosen Mäusen eingestellt. Schließlich hat man es nicht gerne, wenn bei einem wichtigen Turnier plötzlich der Akku seinen Geist aufgibt und immer eine Maus mit Kabel in greifbarer Nähe sein muss. Bei der MX1000 können wir Sie jedoch beruhigen. Die Maus ist absolut spieletauglich und hält eine halbe Ewigkeit. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Empfangsstation mindestens 20 cm von anderen elektronischen Geräten entfernt steht.

Fazit
Ergonomisches Design, spieletaugliche Technik und optimale Laser-Technologie! Vor allem für große Hände ist das neue massivere Gehäuse sehr gut geeignet und liegt sogar noch besser in der Hand als die MX510. Doch nicht nur optisch wurde einiges getan, auch die bisher bekannten Probleme der kabellosen Nagetiere wurden systematisch vernichtet. Der Lithium-Ionen-Akku muss je nach Nutzung wochenlang die Ladestation nicht sehen und lädt sich binnen vier Stunden voll auf. Der Empfang wurde in unserem Test nicht gestört und reicht einige Meter weit, sodass jedem Nutzer, sogar Profispielern, die MX1000 aus dem Hause "Logitech" zu empfehlen ist.

Durch die im Lieferumfang enthaltene Software können Tasten je nach Belieben angepasst werden. Kurz um: Für 75 Euro unverbindliche Preisempfehlung bekommt der Käufer eine exzellente, fast schon perfekte Maus, welche geniale Auflösung und Geschwindigkeit, ein schönes Design und sehr gute Wireless-Technologie kombiniert. Wer zurzeit auf der Suche nach einem Prunkstück ist oder auf die kabellose Variante umsatteln will, sollte bei diesem neuen Flakschiff von "Logitech" zuschlagen! Es gibt im Moment einfach nichts Besseres auf dem Markt.


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