Motorola Defy

Smartphones gelten seit dem Durchbruch von Apples iPhone vor etwas mehr als drei Jahren als der letzte Schrei. Mittlerweile haben sich dem legendären Alleskönner aus dem Hause Apple natürlich viele weitere Smartphones auf dem hiesigen Handy-Markt angeschlossen. So lassen sich nun selbst von Konzernen wie Dell und Acer solche Smartphones finden. Ebenfalls ein Hersteller solcher Geräte, jedoch schon lange Zeit vor der Verbreitung der Alleskönner im Mobiltelefongeschäft tätig, ist Motorola. Mittlerweile bietet der internationale Handelsvertrieb neben High-End Geräten auch Smartphones der Mittelklasse und Einsteiger-Modelle an. Das Defy ist vom Preis her gesehen in die Mittelklasse einzuordnen: Mit einem Listenwert von gut 290€ im Neuzustand ist das Gerät weder zu teuer, noch zu preiswert.

Motorola Defy - Smartphone aus der Mittelklasse. Bildnachweis: Motorola

Ebenfalls ansprechend wirkt das Handy auf jeden Fall vom optischen Standpunkt betrachtet: Der große 3,7 Zoll Bildschirm nimmt zu gut 95 % die gesamte Vorderfläche des Geräts ein und lässt an den Seiten nur einen 0,5 Zentimeter breiten Bildschirmrand zu. Außerdem sind von vorn betrachtet vier Schnellwahltasten, welche jedoch in das Display integriert wurden, zu finden. Das Gerät gibt es übrigens in den Varianten Schwarz und Weiß, wobei selbst bei der weißen Ausführung die Vorderseite und die Ränder des Handys schwarz gehalten wurden. Wird die Technik des Motorola Defy näher betrachtet, fallen vor allem der kratzfeste Bildschirm und die „Staub- und Wasserdichte“ des Handys auf. Mit wasserdicht meint Motorola jedoch keinesfalls die Immunität gegenüber Wasser während eines Waschmaschinengangs oder dem Taucheinsatz in der Badewanne: Lediglich verschüttete Cocktail-Gläser können dem Defy laut Hersteller nichts anhaben.

Neben der Resistenz gegenüber Kratzern punktet der Bildschirm mit einer wirklich ansehnlichen Auflösung von 854 x 480 Pixel. Auch die eigentliche Bedienung per Fingerberührung klappt dank einer ausgeklügelten Benutzeroberfläche und der „Motoblur“ Software recht gut. Im Inneren des Smartphones befinden sich Speicher und Akku. Letzterer liefert mit seiner Leistung von 1450 mAh gute Arbeit: 6,5 Stunden lang kann mit dem Motorola Defy telefoniert werden. Der interne Speicher des Handys beläuft sich auf gut 512 MB, von dem jedoch ein paar MB durch Softwareinstallationen belegt sind. Immerhin legt Motorola dem Defy eine 2 GB große Speichererweiterung in Form einer micro SD-Karte bei. Wem diese immer noch nicht reicht, kann sie selbstverständlich gegen eine noch größere (eine maximal 32 GB große) Karte eintauschen.

Des Weiteren steckt im Motorola Defy ein 800 MHz starker Prozessor: Warte- und Ladezeiten gehören somit größtenteils der Vergangenheit an. Lediglich beim Ausführen mehrerer anspruchsvoller Programme kommt das Defy ab und zu ins Stottern. Auf der Rückseite deutlich erkennbar prangert zudem eine 5 Megapixel starke Digitalkamera. Neben der ansehnlichen Auflösung kann die Kamera übrigens mit einer ganzen Bandbreite an Spezialfunktionen wie Auto-Fokus, LED-Blitzlicht, Digitalzoom und der Möglichkeit, Videos aufzeichnen zu können, punkten.

Als Betriebssystem kommt beim Defy übrigens Android in der Version 2.2 (Froyo) zum Einsatz. Neben MP3-Player, HTML-Browser und 7 verschiedenen Home-Screens stehen dem Besitzer somit auch rund 30.000 Apps als Download zur Verfügung. Im Software-Paket des Smartphones stecken zudem ein E-Mail Programm und eine kostenlose Navigationssoftware, welche auf dem Kartendienst „Google Maps“ basiert.


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