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Notebook vs. Desktop

Dem Desktop-Computer setzt die zunehmende Leistungsfähigkeit der Notebooks immer stärker zu. Regelmäßig verlieren die großen Rechner Marktanteile, während sich immer mehr Notebooks verkaufen – zahlreiche Händler haben darauf bereits reagiert und bieten kaum noch Desktops an. Auch wenn Mini-PCs und All-in-One-Rechner dem klassischen PC noch einen kleinen Aufwärtsschub bescheren können. Vor allem Desktop Replacements und andere große Notebooks wurden in der jüngeren Vergangenheit als vollwertiger Ersatz für den stationären Rechner genutzt – Mini-Computer, die sich sogar direkt hinter den Monitor schrauben lassen und All-in-One-Rechner, die nur noch aus einem Display mit integrierter PC-Hardware bestehen und zudem oft eine Bedienung per „Touch“ bieten, erobern sich Marktanteile zurück. Allerdings steckt auch hier oft Notebooktechnik im Gehäuse und viele Nutzer schätzen den Vorteil der „unterbrechungsfreien Stromversorgung“ in Form eines Notebook-Akkus.

Einst konnten Desktop-Systeme mit ihrer hohen Rechenleistung und dem konkurrenzlosen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. Mittlerweile liegt die Rechenleistung eines Notebooks allerdings ebenfalls auf sehr hohem Niveau, so dass sich für zahlreiche Anwender die Anschaffung eines sperrigen Computers nicht mehr lohnt. Zumal die Aufpreise für Notebooks inzwischen eher minimal ausfallen – angesichts der Tatsache, dass ein Display und eine nicht unpraktische Flexibilität gleich mitgeliefert wird. Günstige und oft dennoch ausreichende Notebooks mit 15,6 oder gar 17,3 Zoll Displaygröße kosten mit 400 bis 500 Euro nicht viel mehr als ein PC mit Bildschirm. Nur wenn wirklich viel Leistung tatsächlich benötigt wird – für HD-Videoschnitt, intensive und (semi-)professionelle Bildbearbeitung oder anspruchsvolle Computerspiele – ist ein Desktop-System unabdingbar. Schnellste Achtkernprozessoren und Grafikkarten mit der Rechenleistung früherer Supercomputer lassen sich selbst mit moderner Technik nicht in transportable Gehäuse stecken.

Notebook vs. Desktop

Notebook vs. Desktop @iStockphoto/Maksym Yemelynov

Ein nicht unerheblicher Pluspunkt der Desktop-Rechner ist die Erweiterbarkeit. Zwar lassen sich beim Notebook Arbeitsspeicher und Festplattenspeicher aufrüsten, bei Prozessor und Grafiklösung sind dem Vorhaben aber enge Grenzen gesetzt. Grenzen, die vor allem durch das verbaute Lüftungssystem vorgegeben sind – die kleinen Ventilatoren eine Notebooks können nur eine gewisse Menge Abwärme aus dem Gehäuse schaffen, so dass die Aufrüstung mit leistungsstärkeren (und damit energiehungrigeren und wärmeren) Komponenten oft nicht machbar ist. Zudem sind zahlreiche Notebook-Komponenten oft fest verlötet und lassen sich nicht wechseln. Einem Desktop hingegen lässt sich mit wenigen Handgriffen und mit niedrigen Kosten so gut wie jede Komponente auswechseln, für spezielle Anwendungen lassen sich zudem Erweiterungskarten nachrüsten.

Doch die Grenzen weichen weiter auf. So bieten Schnittstellen wie Thunderbolt dank extrem hoher Datenraten die Möglichkeit, PC-Erweiterungskarten auch am Notebook zu nutzen. So lassen sich sogar schnelle Grafikkarten an den Mobilrechner anschließen – unterwegs wäre es dann ein leichtes und laufstarkes Mobilgerät, an den heimischen Bildschirm angeschlossen bringt es die Leistung eines Desktop-Rechners.

Autor: Dennis Ziesecke



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