Speed-Link Medusa 5.1 USB Surround Headset

(Alexander Kriz) Die USB-Headsets haben, wie wir es in mehreren Tests beschrieben haben, alle eine Gemeinsamkeit: Sie sind allesamt Stereo-Kopfhörer. Der Peripherie- und Multimedia-Spezialist SPEED-LINK hat nun das preisgekrönte Medusa 5.1 Headset etwas abgeändert und mit einem USB-Adapter versehen. Mit der Vorgängerversion konnten Sie die Klinkenstecker an Ihrer Soundkarte oder an andere 3,5mm Audio-Ausgänge anschließen um vollen Surround Sound zu genießen. Die USB-Variante kann ausschließlich an den PC angesteckt werden, dafür bekommen Sie aber Dolby Digital zu Ohren. Das herkömmliche Medusa 5.1 Headset haben wir bereits für Sie auf dem Prüfstand gehabt. Was es mit der USB-Version auf sich hat, entnehmen Sie dem folgenden Test.

Lieferumfang und technische Spezifikationen
In der überdimensional großen Box liegen zum einen das Medusa 5.1 USB Headset (wohlgemerkt in einer majestätische Stoffauskleidung eingebettet) sowie ein Halterungshaken, eine Software CD und die Bedienungsanleitung.

– Ausstattungsliste:
– Gepolsterter Kopfbügel
– Hochwertiges Mikrofon
– Zusammenklappbare, gepolsterte Ohrpads
– Fernbedienung im Kabel integriert
– Systemanforderungen:
– freier USB-Port
– Windows 98SE/ ME/ 2000/ XP
– CD-ROM-Laufwerk
– Mindestens 64MB RAM
– Mindestens 50MB Festplattenspeicher
– Technische Daten:
– Empfindlichkeit: 105dB
– Stromverbrauch: 2.5W
– Betriebsspannung: 5V
– Kondensatormikrofon
– Impedanz: 2000 Ohm
– Empfindlichkeit: -60dB

Detailansicht des Medusa 5.1 USB Headsets
Abgesehen von kleineren Änderungen am Design, verglichen mit dem konventionellen Medusa 5.1 Headset, liegt ein Augenmerk auf der im Kabellauf integrierten Remote-Control. Diese beherbergt einen Zentralschalter für das Headset, die Lautstärkekontrolle und einen Ein-/Ausschalter für das Mikrofon, was bei Voice over IP sicher von Vorteil ist. Außerdem sind die Ohrpads inzwischen flexibler geworden und können einerseits besser gegen das Verrutschen an den Kopf angepasst werden und kompensieren andererseits störende Umgebungsgeräusche.

Praxistest mit Videos und PC-Spielen
Um auf möglichst viele Soundbereiche des Headsets zu stoßen, haben wir das Medusa 5.1 USB Headset mit Spielen mit hochwertiger Soundqualität getestet. Darunter sind wohl bekannte Titel wie Half-Life 2, Battlefield 2, GTA San Andreas, sowie Film-Blockbuster wie die Matrix-Trilogie. Darüber hinaus haben wir für dieses Headset eine Playlist aus rund fünfzig Musik-Titeln zusammengestellt, die einander vom Genre unterscheiden und somit gnadenlos Fehler bei Bass oder Klang aufdecken. Als besonders markant fällt während den Tests auf, dass die Wiedergabe ziemlich dumpf erfolgt, der Bass aber recht gut zu Ohren kommt und die Lautstärkeregelung perfekt vonstatten geht, sowie sich alle verfügbaren Komponenten (Lautsprecher vorne, Lautsprecher hinten, Center-Lautsprecher, Subwoofer) mit der mitgelieferten Software effizient einstellen lassen. Leider hat SPEED-LINK für diese Komponenten die Fernbedienung abgespeckt, sodass vorher genannte Lautsprecher ausschließlich mittels Software konfiguriert werden können.

Fazit
Sollte Ihre Soundkarte schon lange nicht mehr auf dem Stand der Dinge sein und Sie trotzdem nicht auf 5.1 Sound verzichten wollen, empfehlen wir Ihnen, zum Medusa 5.1 USB Headset zu greifen. Für PC-Anwender, deren Soundkarte es zulässt, empfehlen wir weiterhin den Kauf der normalen Medusa 5.1 Version, da die dumpfe Wiedergabe für den anspruchsvollen User einfach nicht gut genug ist. Trotzdem halten wir positiv fest, dass SPEED-LINK einen, wenn auch primitiveren, Headset-Haken mitliefert, mit dem Sie das Gerät jederzeit an Ihren Fernseher oder anderswo ablegen können. Der 5.1 Sound ist außerdem vorhanden und funktioniert weitgehend korrekt. Der mit 89,99 Euro bezifferte Preis ist allerdings nur mittelprächtig und ein Wehrmutstropfen.


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