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Testbericht: i-gotU GT-120 & GT-600 GPS-Logger

Der Frühling ist da und bringt mit angenehmen Temperaturen die perfekten Voraussetzungen zum Wandern oder für Ausflüge. Die Redakteure von PCDAILY nehmen dies zum Anlass, um über relevante Gadgets zu berichten.

Neben der Vorstellung von Outdoor-Navis testeten wir in den vergangenen Wochen zwei GPS-Logger aus dem Hause Mobile Action, nämlich den i-gotU GT-120 und den i-gotU GT-600.

Die kleinen Begleiter sind so konzipiert, dass sie bei langen Wanderungen nicht ins Gewicht fallen. Anwendungsgebiete sind einerseits die Protokollierung von Wegpunkten und andererseits das Tagging von Fotos. Die mitgelieferte Software ermöglicht die penible Auswertung der protokollierten Daten – Dieses Feature dürfte auch für Sportler und Mountainbiker interessant sein. Darauf werden wir im folgenden Bericht ebenfalls näher eingehen.

Gegenüberstelllung GT-120 vs. GT-600

i-gotU GT-120

i-gotU GT-600

Abmessungen 44.5 x 28.5 x 13 mm 46 x 41.5 x 14 mm
Gewicht 20 Gramm 37 Gramm
Bewegungssensor Nicht verfügbar Verfügbar
Speicher 16 Megabyte 64 Megabyte
Schnittstelle USB 1.1 USB 1.1
Akku 230mAh Li-Ionen 750mAh Li-Ionen
Wegpunkte 65.000 262.000
Preis ca. 50 Euro ca. 75 Euro

Der kleine GPS-Logger für kürzere Touren: i-gotU GT-120

Der i-gotU GT-120 Logger ist mit 20 Gramm ein wahres Fliegengewicht. Das kleine Kästchen verfügt über einen SiRF Star III 65nm GPS-Chip und über 16 Megabyte Flash-Speicher. Darauf können bis zu 65.000 Wegpunkte gespeichert werden. Zudem beinhaltet der GPS-Logger einen 230mAh Akku, der für genügend Energie sorgt. Zwei Status-LEDs zeigen dem Anwender außerdem, ob der Logger ein- bzw. ausgeschaltet ist, ob das Gerät geladen wird, oder ob Wegpunkte aufgezeichnet werden. Optisches Feature: Die LEDs heben sich erst dann vom weißen Gehäuse ab, wenn sie blinken. Ansonsten sind diese nicht zu sehen, was dem GPS-Logger ein sehr puristisches Aussehen verleiht. Gegen äußere Einwirkungen wird das Gehäuse außerdem von einer blauen Silikonhülle umgeben. Der Schutz vor (Spritz-)Wasser rundet die Eigenschaften dieses Loggers ab.

Die Steuerung des GT-120 erfolgt unterwegs über einen einzigen Knopf. Dass dies der Fall ist, überrascht eigentlich wenig, denn man muss das Gerät ja nur ein- und ausschalten können, um eine Route aufzuzeichnen. Jegliche andere Einstellungen werden von einem PC oder einem Laptop über die mitgelieferte Software vorgenommen. Hierfür muss der Logger via USB-Kabel angeschlossen werden.

Der große Bruder: i-gotU GT-600

Äußerlich sieht der GT-600 Logger bis auf etwas größere Abmessungen wie sein kleiner Bruder aus. Trotzdem ist das Gewicht des immer noch recht kleinen Geräts mit 37 Gramm fast doppelt so hoch. Mit 64 Megabyte Flash-Speicher hat dieser Logger das Vierfache an Speicherplatz zur Verfügung und nimmt bis zu 262.000 Wegpunkte auf – Lange Expeditionen werden damit ohne Probleme protokolliert. Im Unterschied zum GT-120 hat der GT-600 Logger einen Bewegungssensor eingebaut. Dieser bewirkt, dass sich das Gerät bei längeren Pausen zum Stromsparen selbstständig abschaltet und später auch wieder eigenständig einschaltet. Der größere Akku mit 750mAh bringt außerdem mehr Strom und sorgt dafür, dass man länger ohne Stromquelle auskommen kann.

Die Steuerung erfolgt ebenfalls über einen einzigen Knopf – alle anderen Einstellungen werden über die Software vorgenommen.

Das wichtigste Element: Die Software

Die Grundfunktionen der beiden GPS-Logger müssen über die mitgelieferte Software konfiguriert werden. Es kann beispielsweise eingestellt werden, in welchem Zeitintervall Wegpunkte aufgezeichnet werden sollen. Besonders gefällt hier das „Smart Tracking“-Feature, mit dem man das Zeitintervall an die Geschwindigkeit anpassen kann. So ist beispielsweise das Szenario möglich, unter einer Geschwindigkeit von 15 km/h alle 5 Sekunden einen Punkt zu loggen und über einer Geschwindigkeit von 15 km/h alle 2 Sekunden. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn man eine Wegstrecke mit dem Auto zurücklegt und einen genaueren Verlauf protokollieren möchte. Um sich Zeit bei der Konfiguration zu sparen, sind bereits Module für jegliche Fortbewegungsarten voreingestellt.

Ein wichtiges Feature ist auch das Tagging von Fotos. Hierbei ist entscheidend, dass die Uhrzeiten von Kamera und GPS-Logger im besten Falle identisch sein sollten, denn das Tagging wird von der Software basierend auf den Uhrzeiten vorgenommen. Die mitgelieferte Software zeichnet den Ort, an dem ein Foto geknipst wurde, automatisch in den Wegverlauf ein. Damit ist noch Jahre nach dem Trip ersichtlich, an welcher Stelle ein Foto geschossen wurde. Zudem werden Webalben wie Picasa oder flickr unterstützt. Eigens für i-gotU Anwender wurde das Blogging-Portal @trip erschaffen, welches sich reger Teilnahme erfreut. Nett ist auch das Feature, aufgezeichnete Trips mit der Community zu tauschen oder aber via Google Maps bzw. Google Earth zu präsentieren.

Für Sportler dürfte das Software-Paket „Sports Analyzer“ (ebenfalls im Lieferumfang enthalten) interessant sein. Dieses Tool wertet nämlich die aufgezeichneten Daten äußerst penibel aus. So können Sie diverse Parameter als Diagramm ausgeben lassen (z.B.: Geschwindigkeit vs. Zeit, Geschwindigkeit vs. Entfernung, Höhenlage vs. Entfernung, usw.). Wenn Sie Ihre Körpergröße und Ihr Gewicht in Kombination mit der Fortbewegungsart angeben, wird zudem errechnet, wie viele Kalorien Sie bei Ihrem Trip verbraucht haben.

Erfahrungen aus unserem Praxistest

Beide GPS-Logger sind sehr einfach in Betrieb zu nehmen: Eine einmalige Lokalisierung muss (ganz wichtig: unter freiem Himmel) vorgenommen werden, um die Geräte zu kalibrieren. Danach kann es auch schon losgehen. Die Geräte sind so leicht, dass man sie nicht als störend empfindet. Lediglich die Status-LEDs irritieren etwas, wenn Sie beispielsweise bei Nacht mit dem Auto fahren und Ihre Route aufzeichnen möchten. Das Smart-Tracking funktionierte reibungslos und schaltete bei einer höheren Geschwindigkeit sofort auf das vorgegebene Zeitintervall zur Wegpunktprotokollierung um. Auch die Auswertung der Daten funktionierte perfekt: Hier können Sie mit der Software wirklich jeden Parameter analysieren. Die Möglichkeit, den Trip auf Foto-Services oder Social Networks zu teilen, hat uns ebenfalls sehr beeindruckt, ebenso das eigens für i-gotU Anwender verfügbare Portal @trip. Auch die Genauigkeit der Wegpunkte ist vollkommen in Ordnung, wobei es vorkam, dass Abweichungen in der Größenordnung von 5-10 Meter entstanden. Einziges Manko: Da die Betriebstemperatur zwischen -10 und +50°C liegen muss, sollten Sie die Logger möglichst nicht bei Touren in Sibirien verwenden. Was die Akkulaufzeit angeht, so lassen sich hier nur wage Vermutungen anstellen, denn die Laufzeit hängt vor allem davon ab, in welchem Zeitintervall die Wegpunkte protokolliert werden. Klarerweise läuft der Akku bei größeren Intervallen (oder anders herum: bei Aufzeichnung weniger Wegpunkte) länger.

Fazit

Uns überzeugte bei den Tests, dass die Geräte einerseits durch ihren kleinen Formfaktor praktisch für lange Trips sind und andererseits die Verknüpfung mit Social Networks und Web-Fotoalben optimal zur Verbreitung der bewältigten Route und der dabei entstandenen Fotos beiträgt. Zudem lassen sich die Geräte auch als externer GPS-Empfänger in Kombination mit Software von Drittanbietern verwenden. Diese Flexibilität sucht man bei einigen vergleichbaren Produkten vergebens. Die gute Verarbeitung und der Outdoor-Schutz setzen diesen GPS-Loggern die Krone auf. Wir können den i-gotU GT-120 (Preis: knapp 50 Euro) sowie den i-gotU GT-600 GPS-Logger (Preis: knapp 75 Euro) in jedem Falle empfehlen.



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