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Anwendungsbereiche für den Einsatz von TV-Karten

TV-Karten sind relativ vielseitig einsetzbar, auch wenn oft nur die primäre Funktion – der TV-Empfang – gesehen wird. So lassen sich viele TV-Karten auch nutzen, um analoge Videos auf den PC zu übertragen. Dabei wird der Videorekorder oder die Videokamera an den analogen Eingang der TV-Karte angeschlossen – mittels oft beliegender Software ist eine Übertragung anschließend ein Kinderspiel und auch von Laien machbar.

Doch auch wenn es nur um den Empfang von Fernsehprogrammen geht, gibt es zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten des Einsatzes. Für den großen Desktop-PC bieten sich fest einzubauende PCI- oder PCIe-Karten an. Diese sind nicht sehr teuer, es gibt sie für Kabel-, Satelliten- und Terrestrischen Emfang sowie vereinzelt noch für analogen Empfang. Dieser spielt allerdings mittlerweile kaum noch eine Rolle, einzig per Kabel lassen sich so noch Sender in eher durchschnittlicher Qualität empfangen.

USB-Lösungen, vor einigen Jahren noch Exoten, werden mehr und mehr zur Standard-Lösung. Kein Wunder, muss eine extern anzubindende TV-Lösung nicht aufwändig eingebaut werden und funktioniert flexibel an zahlreichen Computern. Ein USB-Anschluss ist seit Jahren an jedem PC vorhanden. Es muss aufgrund der hohen Datenraten von TV-Lösungen aber zwingend USB 2.0 sein, der ältere USB 1.1 ist zu langsam. Karten für USB 3.0 gibt es noch keine, die höheren Datenraten werden allerdings auch nicht benötigt, selbst für HD-Inhalte reicht USB 2.0.

Anwendungsbereiche für den Einsatz von TV-Karten

Anwendungsbereiche für den Einsatz von TV-Karten ©iStockphoto/Oleksiy Mark

Für Notebooks bietet sich zwar USB als Anschlussmöglichkeit für TV-Karten an, allerdings finden sich vereinzelt auch Angebote für die internen Expresscard- oder PCMCIA-Steckplätze. Diese bieten zwar einen gewissen Platzvorteil gegenüber USB-Lösungen, allerdings äußert sich dieser Vorteil auch in einem massiven Preisaufschlag, so dass sich die Investition nur selten lohnt. Qualitativ bieten interne Notebook-Lösungen ebenfalls keinen Vorteil, zumeist werden keine anderen Chips verbaut wie bei USB-Lösungen. Wen wundert es, die meisten Expresscard-Steckplätze sind im Notebook schließlich ebenfalls nur via USB 2.0 angebunden.

Vorrangig für Nutzer von Apple-Computern bieten einige Hersteller die eher seltenen TV-Lösungen für die Firewire-Schnittstelle an. Auch hier sind keine Vorteile gegenüber USB zu beobachten, einzig ein satter Preisaufschlag zeigt sich gegenüber den weit verbreiteten USB-TV-Karten.

Praktisch sind TV-Empfangslösungen für Tablet-PCs, da sich so schnell mobile Rechner in mobile Fernsehgeräte inklusive Recording-Funktionen umrüsten lassen. So einfach wie es in der Theorie klingt, ist die Technik aber nicht – Tablets arbeiten zumeist mit Android oder iOS als Betriebssystem, diese können von Haus aus aber nicht mit TV-Lösungen umgehen. Einige Hersteller bieten daher speziell für bestimmte Tablets vorgesehene Erweiterungslösungen an; Alternativen kommen in diesem Falle nicht in Frage. Eine Besserung dürfte sich allerdings mit Windows 8 einstellen – Microsoft bemüht sich bei diesem System stark um die Akzeptanz der Tablet-Hersteller und passt das Betriebssystem an die Bedienung von Touchscreens an. Zumindest die zahlreich erwarteten Windows-8-Tablets auf Basis von x86-Prozessoren, den Standard-CPUs von Intel und AMD also, werden auch problemlos mit den gängigen USB-TV-Lösungen umgehen können – zumindest wenn die der TV-Karte beiliegenden Treiber und Programme kompatibel gehalten wurden. Die für ARM-Prozessoren vorgesehene Version Windows 8 RT hingegen dürfte unter den gleichen Problemen wie die Android-Tablets leiden: Kaum ein Hersteller wird sich um Treiber und Software kümmern.

Autor: Dennis Ziesecke

TV-Karten Ratgeber: