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Apacer kombiniert PCIe-SSD und Festplattencaching

Mit Intels SSD-Caching wurde die Beschleunigung von klassischen Festplatten durch kleine SSDs salonfähig und bezahlbar. Da aber nicht jeder an der Technik interessierte auch eines der dafür nötigen Mainboards mit Intels Z68 (und mittlerweile auch einigen 77er-Chips) besitzt, bieten andere Hersteller eigene Caching-Lösungen an. Eine besonders interessante Version stammt von Apacer.

Bei Intels „Smart Response Technology“, allgemein auch als SSD-Caching bekannt, beschleunigt eine 32 bis 64 Gigabyte kleine (und damit preiswerte) SSD die herkömmliche Festplatte. Das funktioniert bei Intel allerdings nur mit einigen wenigen Mainboardchipsätzen, auch wenn die Funktion an sich nur vom Treiber gestellt wird – man möchte sich ja das Geschäft mit den teureren Mainboards nicht verderben. Besitzer von AMD-Hardware gehen sowieso leer aus. Daher bieten Fremdhersteller wie OCZ schon seit einiger Zeit SSDs mit beiliegender Caching-Software an, um so auf jedem Rechner den Festplatten-Turbo aktivieren zu können.

Apacer kombiniert nun zwei Techniken, durch die OCZ bekannt wurde: Caching und PCIe-SSDs. Der schnelle Flashspeicher sitzt dabei auf einer Platine, die wie eine Sound- oder Grafikkarte in den PC gesteckt wird. Gleichfalls befindet sich auf der Platine auch ein SATA-Steckplatz um eine Festplatte direkt anbinden zu können. Diese wird mittels der schnellen SSD und der beiliegenden Software per Caching beschleunigt – einfach und praktisch.

Apacer kombiniert PCIe-SSD und Festplattencaching

Apacer kombiniert PCIe-SSD und Festplattencaching

Aktuell nutzt Apacer nur 32 Gigabyte Flashspeicher auf der PCIe 1x Platine. Versionen mit 64 Gigabyte sind bereits in Planung, die kleinere Variante bietet aber keine spürbaren Nachteile für die Beschleunigung. Als Controller kommt ein Modell von Marvell zum Einsatz – keine schlechte Wahl, basieren doch einige der beliebtesten SSDs auf diesem Chip. Vorteil der PCIe1x-Schnittstelle ist unter anderem die höhere Bandbreite und die Tatsache, dass kein zusätzlicher Festplatteneinschub im Gehäuse genutzt werden muss. So eignet sich das Laufwerk auch für chronisch überfüllte Rechner.

Vorerst soll das Laufwerk allerdings nicht in den freien Handel gelangen, da Apacer es nur für den OEM-Markt vorgesehen hat. Das kann sich bei entsprechender Nachfrage allerdings schnell ändern.