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Microsoft integriert Kinect ins Laptop

Auf der Spielkonsole Xbox360 sorgt die Bewegungssteuerung Kinect schon seit einiger Zeit für tanzende und fuchtelnde Nutzer. Mit Windows 8 sollen nun auch Laptops einen integrierten Kinect-Sensor bekommen und so fit für die Steuerung mit dem Körper werden.

Erste Prototypen eines Kinect-Notebooks will „The Daily“ vom Hersteller Asus gesehen haben. Anstelle der Webcam sitzt bei diesen Geräten eine Sensorleiste, wie sie als Zusatzgerät auch für die Spielkonsole Xbox360 erworben werden kann. Das Kinect-System nutzt Kameras, um die Bewegungen des Nutzers zu erfassen und zu analysieren. So ist es an der Spielkonsole problemlos möglich, Spiele ohne zusätzlichen Controller zu spielen. Bei Tanzspielen erkennt das System die Bewegungen ebenso wie beim Bogenschießen oder bei Sprüngen. Auch Webcamfunktionen beherrschen die Kameras selbstverständlich, eingebaute Mikrofone sorgen zudem für die Möglichkeit der Sprachsteuerung.

Bewegungssteuerung mobil: Microsoft integriert Kinect ins Laptop

Bewegungssteuerung mobil: Microsoft integriert Kinect ins Laptop Bild:Microsoft

Im mobilen Bereich könnte Microsoft sich durch Kinect eine vereinfachte Bedienung des Computers versprechen. Die Metro-Oberfläche von Windows 8 würde sich so beispielsweise mit den Fingern in der Luft bedienen lassen – was ein wenig an eine Szene des Filmes „Minority Report“ erinnern dürfte. Auch als Sicherheitsfeatures sollen die Funktionen genutzt werden können – so schaltet sich ein Notebook erst dann wieder frei, wenn der richtige Nutzer vor dem Bildschirm sitzt und sein Passwort nennt. Auch Gesten in Verbindung mit einer Gesichtserkennung wären als Authentifizierungsmethode denkbar.

Probleme bereitet den Hersteller indes noch der Energiebedarf der Kinect-Hardware. Bislang soll ein mit Kinect ausgestattetes Notebook permanent auf Netzstrom angewiesen sein, da das System zu viel Strom verbraucht um vom Akku gespeist werden zu können. Allerdings besteht Kinect nicht nur aus Kamera und Mikrofon sondern auch aus zusätzlichen Microchips, die die aufwändige Verarbeitung der anfallenden Daten übernehmen.

Auch wenn Microsoft bei Windows 8 ansonsten streng darauf achtet, dass die eigenen Designrichtlinien befolgt werden, sollen für Kinect-Notebooks individuelle Anpassungen an das Look and Feel des Systems durch den Hersteller möglich sein. So sollen sich individuelle Kinect-Anwendungen realisieren lassen und Windows 8 durch die Steuerung per Bewegung in der Bedienung vereinfacht werden. Angesichts des Vorstoßes mit den Notebooks, dürfte ebenfalls davon ausgegangen werden, dass Microsoft Kinect auch für Desktopsysteme in Verbindung mit Windows 8 weiter anpreisen wird.