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Butterfly Labs: Bitcoin-Hardware mit Verspätung im Versand

Die Meldung, dass Butterflylabs mit gewaltiger Verspätung nun schlussendlich die lange Liste an Vorbestellungen für schnelle Bitcoin-Hardware abarbeitet und kontinuierlich Geräte auf den Weg schicken wird, sorgte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag für Freudenstürme. Die an die Kunden gerichtete Informations-Mail enthielt zudem die Aufforderung, die jeweiligen Bestellungen nochmals auf der Butterflylabs-Homepage zu bestätigen. Dem Ansturm hielt die Seite allerdings nicht stand und war daher lange Zeit nicht erreichbar.

Angedacht sind die Geräte aus dem Hause Butterflylabs zum Errechnen von Bitcoins. Dabei handelt es sich um eine Internetwährung, die in den letzten Wochen immer populärer wurde und als virtuelles Zahlungsmittel kaum mehr wegzudenken ist. Da die Crypto-Währung dezentral aufgebaut ist und es daher keine Behörde oder Bank gibt, die neue Bitcoins produziert, können User kurzerhand selbst die Druckerpresse anwerfen und Rechenpower bereitstellen. Der Prozess, mathematisch komplexe Aufgaben mittels CPU, GPU, FPGA oder ASIC zu lösen und einen Block Bitcoins zu generieren, wird als „Mining“ bezeichnet. Je mehr Rechenleistung ein Anwender zur Verfügung stellt, desto mehr Bitcoins wird er am Ende des Tages gutgeschrieben bekommen.

Dieser Zusammenhang sorgt derzeit für ein wahres Wettrüsten: BTC-Enthusiasten investieren in Vorbestellungen für spezielle Mining-Hardware und nehmen bis zur Lieferung der georderten Teile mehrere Monate Wartezeit in Kauf. Im Fall von Butterflylabs warten User vereinzelt schon fast ein Jahr auf ihre Bestellungen. Nun ist es also soweit und der amerikanische Hersteller verschickt nach und nach Mining-Hardware mit Rechenkapazitäten von 5, 25, 50 und 1500 GH/s. Butterflylabs räumt ein, dass es während der Entwicklungszeit zu teils massiven Problemen gekommen sei. So mussten Systemboards neu entwickelt und Lösungen für den hohen Stromverbrauch gefunden werden. Ursprünglich war geplant, den kleinsten Bitcoin-Miner mit einer Hashrate von 5 GH/s ausschließlich über USB zu versorgen. Der Stromverbrauch liegt aber selbst nach Überarbeitung bei 30 Watt (Ein USB-Port kann gerade einmal 5 Watt zur Verfügung stellen).

Butterflylabs Lineup

Butterflylabs Lineup, Bild: Hersteller

Die von Butterflylabs angebotenen Gerätschaften erfreuen sich großer Beliebtheit, weil sie schnelleres Rechnen zu geringerem Stromverbrauch ermöglichen. Um die Rechenkapazität des kleinen 5 GH/s Miners auf „herkömmliche“ Art und Weise zu erreichen, bräuchte man immerhin 8-10 moderne Grafikkarten.