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Die zehn besten Apps für Android

Seit die ebenso handlichen wie nützlichen Smartphones die Hosen- und Handtaschen von Jung und Alt erobert haben, konkurrieren allerhand Apps um die Gunst der potentiellen Downloader. Ein wenig bekommt man den Eindruck, als sei man wieder auf dem Schulhof und vergleiche Sammelkarten und Sticker: Was hast du, was ich nicht habe? Wie, das hast du noch nicht? Das hier musst du ausprobieren! Aber bei weitem nicht alle Apps sind sinnvoll, machen Spaß oder bringen dem User effektiv etwas. Bis man eine App gefunden hat, die zu einem passt, vergeht mitunter einige Zeit. Ob Messenger, Flirtprogramm oder Spiele aller Genres und Altersklassen, ob kostenpflichtig oder umsonst – täglich erscheinen neue Apps auf dem Markt und wollen heruntergeladen werden. Doch welcher Klick lohnt sich wirklich? Nachfolgend einige der Apps, die, wenn sie nicht tatsächlichen Nutzen, doch immerhin einen gewissen Unterhaltungswert haben.

WhatsApp

Die wohl am meisten heruntergeladene Anwendung für Android ist nach wie vor „WhatsApp“. Die Nachrichten-App ermöglicht es (übrigens plattformübergreifend, also zum Beispiel auch von Android zum Iphone und zurück), Bild-, Text-, Audio- und Videodateien via Internetnutzung von einem zum anderen Smartphone zu senden. Ist das Mobiltelefon nicht mit einem WLAN-Netzwerk verbunden, verwendet die App automatisch den normalen Datentarif des Handys – dementsprechend wird zwar Traffic verbraucht, es fallen jedoch keine Kosten wie bei einer SMS an. Das Schöne: solange eine ausreichende Netzwerkverbindung oder genügend Datenvolumen vorhanden ist, dauert das Versenden einer Text- oder Bildnachricht nur Millisekunden. Audio- sowie Videodateien brauchen je nach Größe entsprechend länger, lassen sich jedoch auch rasch versenden. Und dies nicht nur an Einzelpersonen: WhatsApp lässt ebenfalls Gruppenchats zu, sodass Nachrichten noch schneller geteilt werden können. Mit dem Senden des eigenen Standortes weiß der Gegenüber genau, wo man sich befindet – das macht auch ein Treffen auf unbekanntem Boden ungeahnt einfach.

Jedes WhatsApp-Mitglied kann (muss aber nicht) ein eigenes Profilbild sowie einen aktuellen Status hochladen, an denen es zu erkennen ist. Ebenfalls kann ein Name angegeben werden, der nicht der echte sein muss, sondern auch ein Nickname sein darf. Mit wenigen Klicks kann WhatsApp individuell gemacht werden; so sorgt nicht nur ein eigenes Hintergrundbild im Chat für Wohlfühlatmosphäre, auch ein Pop-up-Service garantiert Luxus: Während WhatsApp sonst im Hintergrund anzeigt, dass eine Nachricht eingegangen ist, erscheint nach Einstellen des Service automatisch ein Fenster auf dem Display, das die eingehende Nachricht zeigt.

Ob bei akuter Langeweile, zur Absprache oder bei wichtigen Kurznachrichten: WhatsApp dient definitiv der schnellen Kommunikation.

Facebook

Die Facebook-App steht seinem großen Bruder in nichts nach. Alle Funktionen, die auch die normale Internetseite anbietet, stehen mit der App zur Verfügung. Sich mitteilen, den Status von Freunden teilen, Bilder und Videos posten, Nachrichten schreiben, sich über die Geschehnisse im Freundes- und Bekanntenkreis auf dem Laufenden halten: Facebook ist und bleibt eine der beliebtesten Plattformen. Mit der App muss man nirgends mehr auf das soziale Netzwerk verzichten. Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Personen öffentlichen Interesses, lokale und globale Firmen, Fanseiten, Marken-, Produkt- und Unterhaltungsseiten kann man über die Anwendung verfolgen. Wer bereits ein Facebook-Konto hat, kann sich automatisch mit den bekannten Kontodaten bei der App einlogen.
Immer und ständig auf dem Laufenden sein und (samt Bildbeweis) mitteilen können, was man gerade tut und sich darüber unterhalten – das ermöglicht die Facebook-App.

Facebook-Messenger

Das Nachrichtenschreiben ist zwar auch über die Facebook-App an sich möglich, viel einfacher, komfortabler und schneller geht es jedoch über den Facebook-Messenger. Die App bietet ausschließlich den Teil von Facebook an, der sich um die privaten Nachrichten dreht. Unabhängig davon, ob es sich um einen Gruppen- oder Einzelchat handelt, können auch im Facebook-Messenger Text- und Bilddateien sowie Links geteilt werden – entsprechend der verfügbaren Netzwerkverbindung oder des vorhandenen Datenvolumens erfolgt die Übertragung prompt oder nach wenigen Sekunden. Und: alle Kontakte, die der User bereits auf der normalen Facebook-Seite hat, werden automatisch übertragen.
Was die Facebook-App vormacht, optimiert der Messenger nochmals: mit nur zwei Klicks im Chat der Wahl zu sein und sofort losschreiben zu können bietet maximale Komfortabilität und ermöglicht schnelle Kontaktaufnahme.

Android

Android Bild:Google

Lovoo

Bei Lovoo handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das als Flirtplattform bekannt geworden ist, tatsächlich jedoch, ähnlich wie Facebook, der generellen Kontaktaufnahme mit vornehmlich bis dato Unbekannten dient. Der Nutzer meldet sich mit einem Nicknamen und einem Foto an (hier muss es sich um ein Bild handeln, auf dem tatsächlich Ausschnitte von Gesicht und/oder Körper des Users zu sehen sind) und kann ein Profil ausfüllen, in dem er zum Beispiel angeben kann, wonach er sucht (Verabredungen, nette Gespräche, neue Freundschaften, …) und was ihm an seinen Mitmenschen und seinem (potentiellen) Partner wichtig ist.

Zentrale Funktion der Anwendung ist ein Live-Radar, der es ermöglicht, die nähere Umgebung des Users (der Radius ist hierbei einstellbar) nach anderen Usern zu scannen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Im Modus „Match“ werden dem Anwender Fotos verschiedener Mitspieler gezeigt, die er mit einem Klick positiv oder negativ bewerten kann. Fällt das Ergebnis positiv aus, erhält der Gegenüber hierüber eine Nachricht. Bewerten sich zwei Parteien gegenseitig positiv, ist ein Live-Chat möglich. Über die Funktion „Suche“ kann der User mit diversen Steckbriefkriterien seine Suche verfeinern.
Lovoo bietet Flirtwilligen eine gut und einfach steuerbare Plattform, vermittelt aber auch User aus der näheren Umgebung, die schlichtweg nach neuen Bekanntschaften suchen.

Ein angenehmer Zeitvertreib, bei dem der User entscheiden kann, ob er aus seinen virtuellen Bekanntschaften auch reale Kontakte macht.

Maps

Die Zeiten, in denen man am Steuer seines Wagens saß und neben sich entweder eine Straßenkarte hatte, die sich ständig selbst auffaltete, oder optional einen Beifahrer, der scheinbar nie der Bedienung einer einfachen Karte unterwiesen wurde, sind vorbei. Doch so nützlich die heutigen Navigationsgeräte auch sind, haben sie doch ein großes Manko: die meisten von ihnen brauchen den nahezu ständigen Kontakt zur Ladestation im Auto. Das Handy kommt eine weitaus längere Zeit aus ohne aufgeladen werden zu müssen, was es mit der Maps-App zu einer neuen Generation von Navigationsgerät macht.
Egal, ob zu Fuß, auf dem Rad oder im Auto: diese Anwendung bringt einen sicher dorthin wo man hinmöchte, und das auf kürzestem Wege. Mit einem einfachen Klick kann man sich nicht nur den eigenen Standort anzeigen lassen, sondern auch, was es dort und in der Umgebung zu entdecken gibt. Suchergebnisse können optional in einer Liste oder direkt auf der Karte angezeigt werden, zuvor eingespeicherte Orte können bequem mit der Funktion „Meine Orte“ wiederangewählt werden. Die App hält Karten für 220 Länder bereit, all das sowohl optisch wie auch auf Wunsch sprachgesteuert. Für über 15.000 Städte stehen auch Routen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereit. Gimmicks wie die Höhenanzeige bei Fahrradrouten optimieren die Benutzung und machen die Verwendung nicht nur praktisch, sondern auch unterhaltsam. Zum besseren Zurechtfinden lassen sich Street-View-Bilder nicht nur von Straßen laden, sondern auch Innenansichten von vielen Museen und Restaurants, womit die App bereits im Vorfeld zum mobilen Tour-Guide wird. Besonders praktisch: die App registriert automatisch veränderte Verkehrslagen und optimiert dementsprechend die Routenführung.

Kombiniert man das Ganze nun noch mit einem mobilen Ladegerät fürs Auto, kann dem gelungenen Ausflug ohne unangenehme Überraschungen nichts mehr im Wege stehen. Eine äußerst nützliche Apps sowohl für geplante Fahrten als auch im „Verfahrens-Fall“.

eBay

Drei, zwei, eins – meins! Ebenso schnell ist die eBay-App angeklickt und heruntergeladen. Genauso wie das große Vorbild bietet die Anwendungen alle Möglichkeiten, die die ursprüngliche Webseite auch zur Verfügung stellt. Produkte einstellen, beschreiben, bewerben und beobachten, wie auf sie geboten wird – aber vor allem auch von unterwegs mitsteigern und bieten können. Vorbei sind die Zeiten, in denen man Zuhause vor dem Rechner sitzen bleiben musste, um auch ja das gewünschte Gebot zur richtigen Zeit abgeben zu können. All das ist mit der App auch von unterwegs anstandslos möglich. Artikel können bequem fotografiert und sofort hochgeladen werden, außerdem erhält der Nutzer eine direkte Meldung, wenn sich auf seinem Konto etwas tut, egal ob er sich gerade als Bieter oder Anbieter engagiert. Natürlich ist auch die Bearbeitung von privaten Daten sowie die Zahlungsabwicklung über die App möglich und einfach gestaltet.
Nie mehr eine Auktion verpassen – mit der eBay-App möglich.

Youtube

Bei der Youtube-App geht es ebenfalls wieder um ein kleines Geschwisterchen zum großen Original. Videos ansehen, wo immer man sich befindet – egal ob süßes Kätzchen, Lieblingsband oder Kinotrailer. Nicht mehr sagen müssen „Wenn du Zuhause bist, schau dir doch mal das und das an“, sondern direkt vor Ort den Freunden zeigen können, worüber man gestolpert ist. Die Anwendung ist natürlich stark abhängig vom verfügbaren Datenvolumen beziehungsweise von einer Netzwerkverbindung. Wie beim Original lassen sich die Lieblings-Kanäle abonnieren, sodass man nicht nur Nachricht bekommt, wenn ein neues Video hochgeladen wird, sondern auch mit wenigen Klicks bei seinen Favoriten ist. Wählt man eine Playlist aus, kann man über die Option „Alle abspielen“ angeben, alle Videos nacheinander ansehen zu können, ohne weiteres dafür tun zu müssen. Jedes Video kann man via Google+, Email, Facebook oder Twitter mit seinen Freunden teilen. Ist man als User bei Youtube angemeldet, kann man außerdem eine „Später ansehen“-Liste erstellen, also eine persönliche Playlist, die jederzeit abgerufen werden kann.

Zusätzlich bietet die App ein Gimmick an, das das Original nicht hat. Natürlich lassen sich die Videos im Vollbildmodus anzeigen, es ist allerdings auch möglich, sie in Pop-up-Größe abzuspielen und so gleichzeitig das nächste Video suchen zu können, ohne, dass das alte unterbrochen wird.
Überall von unterwegs oder bequem auf der Couch bekannte Videos sehen oder nach Neuem suchen – mit der Youtube-App kein Problem.

Quizduell

Seinen Wissensstand unter Beweis stellen und sich mit anderen messen: der Gedanke, besser zu sein als Andere, ist seit jeher sehr reizvoll. Die Quizduell-App (im Schweizer Original: „Quizkampen“ – Quizkampf) gibt die Möglichkeit, seinen Konkurrenten kognitiv zu besiegen – oder eben auch nicht. Spielen kann man hier gegen einen ausgewählten Gegner, den man über seinen Nicknamen herausfordern kann, oder gegen einen zufälligen Kontrahenten. In der kostenlosen Version sind acht Spiele gleichzeitig möglich. Das Prinzip ist ganz einfach: in verschiedenen Kategorien müssen mehr Fragen richtig beantwortet werden als es der Gegner schafft – ein Remis ist möglich. Aus 19 Fragekategorien werden dem Spieler in sechs Runden jeweils drei zufällig ausgewählte Fragen aufs Display geworfen, wobei bei vier Auswahlmöglichkeiten nur eine richtig ist. Der Spieler hat 20 Sekunden Zeit, die Frage zu beantworten. Zu Beginn jeder Runde dürfen die Spieler abwechselnd aus zwei automatisch vorgeschlagenen Fragekategorien die auswählen, die ihnen vermutlich mehr liegt. Man hat an dieser Stelle also Einfluss auf den Spielverlauf, jedoch nicht darauf, welche Kategorie der Gegner auswählt. Je nachdem, auf welchem Ranglistenplatz man selbst und der Gegner rangiert, erhält man bei Gewinn einen bis neun Punkte, verliert man, werden ein bis neun Punkte abgezogen. Wird das Spiel durch einen Part beendet oder antwortet dieser über 48h nicht, erhält der Gegenspieler die Punkte, die er auch bei einem Sieg bekommen hätte. Dem abbrechenden beziehungsweise inaktiven Spieler werden 48 Punkte abgezogen. Bei einem Remis erhalten beide Spieler keine Punkte.

Das Spielkontingent umfasst derzeit circa 27.000 Fragen, es dauert also vergleichsweise sehr lange, bis man auf eine Frage stößt, die man bereits einmal beantwortet hat. Außerdem wächst dieser Wert ständig: als Spieler hat man die Möglichkeit, selbst Fragen einzreichen. Quizduell eignet sich hervorragend, um die grauen Zellen ein wenig aufzufrischen und sich die Langeweile mit sinnvollem Wissenszuwachs zu vertreiben.

Candy Crush Saga

Bei Candy Crush Saga handelt es sich um ein Puzzlespiel mit relativ einfachem Spielprinzip. Jedes Level besteht aus einem Spielbrett, das mit verschiedenfarbigen Süßigkeiten sowie (manchmal) Hindernissen angefüllt ist. Der Spieler muss jeweils farblich zueinander passende, nebeneinander liegende Süßigkeiten einsammeln (drei oder mehr), indem er sich horizontal oder vertikal über das Spielbrett bewegt. Jedes Level ist durch eine neue Zielsetzung bestimmt, in der es entweder um eine begrenzte Anzahl an Zügen oder eine begrenzte Zeit geht. In einigen Leveln tauchen zusätzlich Hindernisse auf, die das Spiel erschweren. Der Spieler kann diverse Boni verdienen oder erwerben, die das Spiel erleichtern. Er beginnt mit fünf Spielleben, die verloren werden, wenn ein Level nicht geschafft wird. Besitzt ein Spieler keine Leben mehr, kann er warten, bis sich ein neues Leben „aufgeladen“ hat (das Spiel lässt sich durch das Vorstellen der Uhr des Smartphones beeinflussen), einen Ingame-Freund um neue Leben bitten oder sich neue Leben kaufen.
Candy Crush Saga ist eine wunderbare Beschäftigung für Puzzlefreunde.

Subway Surfers

Mit einem Skateboard durch die U-Bahnschächte großer internationaler Städte surfen – was nach einem durchaus abenteuerlichen Traum klingt, wird in dieser Anwendung zum gelebten Spielspaß. In diesem Spiel geht es um eine Bande, die im U-Bahnnetz mit Graffiti sprüht und dabei von einem Aufseher erwischt und verfolgt wird. Der Spieler folgt auf seinem Skateboard den dreispurigen Gleisen, wobei er Münzen sammelt und Hindernisse überwinden muss (darüberspringen oder darunter hindurch tauchen). Mithilfe des Touchscreens steuert man die Figur nach links oder rechts. Wird man erwischt oder fährt in ein Hindernis, kann man sich mithilfe von gesammelten oder gekauften Schlüsseln ins Spiel zurückbringen – ansonsten beginnt man von vorn. Mithilfe von diversen Powerups und Verbesserungen, die man für gesammelte (oder gekaufte) Münzen erwerben kann, verändert sich das Spiel immer wieder minimal und garantiert somit dauerhaften Spielspaß. Für den optischen Anspruch stehen verschiedene Skateboards sowie verschiedene Figuren zur Verfügung, die entweder erkauft oder mit bestimmten erfüllten Aufgaben freigeschaltet werden können. Eine täglich wechselnde Challenge stellt den Spieler immer wieder vor neue Herausforderungen.
Da das eigene Ergebnis jederzeit auf Facebook geteilt werden kann, kann der Spieler nicht nur gegen seine eigenen Rekorde antreten, sondern auch gegen die von Freunden – eine gelungene Abwechslung für zwischendurch.

Fazit

Apps, die interessant klingen, gibt es viele. Apps, die tatsächlich interessant sind, einige weniger. Und: es gibt ein gewisses „Must have“, Apps, von denen viele sprechen, die scheinbar alle haben und die man zumindest doch mal irgendwie ausprobiert haben sollte, um mitreden zu können. Die zehn aufgeführten Apps gehören zwar dazu, bieten aber noch mehr. Unabhängig von ihrem Unterhaltungswert haben die meisten von ihnen sogar mehr als einen kommunikativen Nutzen und ermöglichen tatsächlich das, wozu Handys doch ursprünglich gedacht waren: unterwegs erreichbar sein und Privates abwickeln können ohne Zuhause sein zu müssen. Als zusätzliches Bonbon sind auch noch alle genannten Apps kostenlos im Play Store downloadbar. Warum sollte man sie also nicht einmal ausprobieren? Immerhin sind sie noch schneller vom Smartphone entfernt, als sie installiert wurden. Der Anwendungsmarkt ist schnell und oftmals kurzlebig, und wer weiß schon, ob nicht vielleicht just in diesem Moment schon die nächste Sensation auf den Markt kommt? Letztendlich muss sich doch Jeder ein eigenes Bild machen. Viel Spaß beim Antesten!

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