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Gaming-Laptops im Vergleich

Es stellt sich schon die Frage, warum ein Laptop einen 17“ Monitor haben muss und bis zu 8 kg schwer sein sollte. Wirklich flexibel ist man mit der Größe und dem Gewicht der Gaming-Laptops nicht und das Gewicht lässt sich nach dem Ursprung des Namens „Laptop“ nicht wirklich lange auf dem Schoss aushalten. Diese Geräte wurden aber auch nicht wirklich als mobile Geräte entwickelt, stattdessen vereinen sie die Leistung und Geschwindigkeit eines High-End-Tischgerätes mit der Möglichkeit, ihn unkompliziert transportieren zu können. Besonders bei der Leistung übertrumpfen sie so manchen normalen PC, dabei wird die Mobilität dann zweitrangig.

 Alienware

“ Alienware“ – cykocurt via Flickr (CC BY-ND 2.0)

Alienware 17R4

Dell hat in das Flaggschiff des Unternehmens nur die edelsten und schnellsten Komponenten verbaut. Mit dem Intel Core i7 mit 2.9 Ghz Taktfrequenz verfügt der Rechner über reichlich Rechenpower, die mit 16 MB Speicherkapazität unterstützt wird. Kein noch so aufwendiges Spiel oder Grafik-Programm wird sich mit dieser Kombination nicht zufriedengeben wollen. Um die benötigten Daten auch schnell dem Prozessor zur Verfügung stellen zu können, wurde eine Festplattenkonfiguration gewählt, die eine normale Festplatte mit schneller SSD-Technik kombiniert. Dadurch werden dem Benutzer 1.5 TB Platz auf der Festplatte angeboten, die unter normalen Umständen gar nicht benötigt werden. Auch bei dem Bildschirm und der Grafikkarte hat sich Dell nicht lumpen lassen. Die Nvidia GeForce GTX 1080 verfügt über 8 GB Speicher und kann auf den Monitor eine Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten zaubern. Einzig die Batteriedauer kann nicht überzeugen: Schon nach dreieinhalb Stunden muss der Besitzer eine neue Steckdose finden. Dell hat mit diesem Laptop ein Referenzmodell für Gaming-Laptops erschaffen, das dafür aber nicht preisgünstig ist. Es lohnt sich bei diesem Laptop nach Sonderangeboten zu suchen, da auch nur ein kleiner Rabatt einen großen finanziellen Unterschied machen kann.

Origin EON17-X 10 Series

Wer es noch ein bisschen schneller haben möchte, kann auf den EON17 zurückgreifen, der den Intel i7-Prozessor sogar mit 4,5 Ghz in seinem Laptop einsetzt – ein gewaltiger Unterschied zu dem Alienware 17R4. Auch bei der Grafik legt dieser Rechner noch einmal einen drauf: Die gleiche Nvidea GeForce GTX 1080 Grafikkarte wie im Dell treibt einen 4K Monitor mit einer Auflösung von 3840 x 1260 Punkten an. Der Monitor ist mit 17,3 Zoll noch ein bisschen grösser als bei dem Laptop von Dell. Bei so viel Rechen- und Grafikpower macht der 5kg schwere Laptop aber auch nach 3 Stunden schlapp, wenn er nicht vorher an eine Stromquelle angeschlossen wird. Pure Kraft und Leistung hat seinen Preis.

nVidia

„nVidia“ – Laineema via Flickr (CC BY 2.0)

Razor Blade Pro

Wer noch ein bisschen mehr ausgeben kann, der sollte sich den Razor Blade Pro einmal genauer anschauen. Er überzeugt mit dem Intel i7 mit 2, 6 Ghz und mit 32 GB Arbeitspeicher. Der 4K Monitor arbeitet genauso wie der EON mit 3840 x 1260 Bildpunkten, bei der Festplatte wurde aber ein pures SSD Laufwerk verbaut, das zwar viel schneller ist, aber auch nur 500 GB Speicher hat. Der Vorteil des Razors ist das kompakte Design und das mit 3,5 kg relativ leichte Gewicht. Es bringt den schnellen Rechner wieder näher an die mobilen Geräte heran.

Auch bei Gaming-Laptops kann man nicht alles haben. Tolle Grafiken, schnelle Prozessoren und viel Speicherplatz benötigen Platz und Gewicht. Wer den schnellsten Rechner haben möchte, muss auf Mobilität verzichten und auf lange Rechenzeit ohne Stromanschluss.