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GMC Bulldozer R4 Gehäuse

Kleine Gehäuse müssen nicht langweilig sein. Dies stellt GMC mit ihrem bereits auf der Cebit 2008 vorgestellten Bulldozer R4 unter Beweis. Wieso Bulldozer? Wenn man sich die außergewöhnliche Front des R4 anschaut, wird dies schnell klar, dazu später jedoch mehr. Beim Begriff Bulldozer stellt man sich etwas Großes vor, ganz anders ist das R4 allerdings. Deutlich kleiner als ein standardmäßiges  Mini-Gehäuse ist es, lässt sich die Hardware dann immer noch leicht verbauen? Und bleibt die Hardware trotzdem kühl? Wir finden es für Sie in unserem Testlabor heraus!

Lieferumfang
Der Lieferumfang wirkt auf den ersten Blick eher mickrig als üppig. Es wurde neben einem Slotblech, dem Speaker und einer Anleitung lediglich eine Tüte mit dem benötigten Schraubensatz beigelegt. Das eigentliche Zubehör ist bereits schon im Gehäuse montiert. Ein beleuchteter 92mm in der Front, ein 80mm Lüfter im Seitenteil und ein 120mm im Heck sorgen für den benötigten Luftzug. Zur Überwachung sind außerdem noch zwei Temperatursensoren sowie zwei Anzeigen im Gehäuse verbaut. Wenn man dies mit einbezieht, ist der Lieferumfang doch nicht so kein, wie gedacht.

Äußere Charakteristika
Von Vorne betrachtet wirkt das GMC R4 nicht viel kleiner als Standard Mini Gehäuse, betrachtet man jedoch von oben die Tiefe, so fällt schnell auf, dass das Gehäuse nur fast halb so tief ist, wie erwartet. Die Front des R4 ist extravagant, das einzige Gehäuse mit in der Front senkrecht verbauten Laufwerken, das unser Testlabor bisher durchquert hat. Das hochkant verbaute Laufwerk kann über den rechts beschrifteten Hebel geöffnet und wie geschlossen werden. Direkt darunter befindet sich ein beleuchteter Lüfter und eine digitale Temperaturanzeige. Die üblichen USB und Soundanschlüsse, sowie Power und Reset finden sich auf beim Bulldozer im unteren Teil der Front wieder. Die rechte Seitenwand des Gehäuses ist komplett blank und ohne zusätzliche Spielereien, genau wie die Decke des Gehäuses. Die linke Seitenwand beherbergt hingegen wieder mehr Technik und mehr optische Spielereien. Hier wurde zusätzliche zu dem sich in der Front befindenden Temperaturdisplay ein weiteres Verbaut. Der bereits in der Seitenwand montierte Lüfter kann in zwei Stufen geregelt werden. Im Heck des R4 fällt auf, dass nur die linke Seitenwand mittels Thumbscrews geöffnet werden kann. Der Deckel und die rechte Seite des Gehäuses sind fest vernietet. Eine Besonderheit im Heck ist die Möglichkeit anstelle des bereits montierten 120mm Lüfters zwei 80mm Lüfter zu verbauen.

Innere Charakteristika
Nach dem Öffnen des Gehäuses fällt die geringe Bautiefe noch mehr ins Auge. Ein normales ATX Mainboard füllt fast die gesamte Fläche des Gehäuses aus. Dadurch ist auch lediglich Platz für ein ATX Netzteil und zwei 3.5″ Festplatten. Der ansaugende Lüfter in der Front beherbergt einen Staubfilter und zieht somit keinen unnötigen Staub in das kleine Gehäuse. Sowohl der Lüfter in der Front, wie auch der Lüfter in der Seitenwand, werden mittels eines 4Pin Molex Steckers direkt an das Netzteil angeschlossen. Die Slotblenden für die Erweiterungskarten müssen herausgebrochen werden und lassen sich dadurch leider nicht erneut verwenden.

Der Einbau
Der Einbau der Hardware ist an mancher Stelle etwas knifflig, aber lösbar. Zum Einbau des Mainboards muss der Festplattenkäfig temporär entfernt werden. Die Festplatten werden verschraubt und dann senkrecht mit dem Fesplattenkäfig verbaut. Nach der etwas beengten Prozedurdauer von etwa 30 Minuten ist es auch schon geschafft und der PC kann gestartet werden.

Temperaturen
Die Temperaturen im Gehäuse und der einzelnen Komponenten sind erstaunlich gut für ein Gehäuse dieser Klasse. Das Lüfterkonzept geht optimal auf, der Unterscheid zwischen geschlossenem und geöffnetem Gehäuse beträgt legeglich 2°C. Dabei könnte sich so manch großes Gehäuse noch etwas abgucken!

Preis
Auf dem deutschen Markt ist das Gehäuse zu einem Preis von rund 70 Euro erhältlich. Ein stolzer Preis für ein recht kleines Gehäuse, allerdings durch die Temperaturdisplays etc. schon zu rechtfertigen.

Fazit
Das Gehäuse aus dem Hause GMC weiß es, unser Testteam zu überzeugen. Mit seinen kompakten Abmessungen und seinem extravaganten Design macht es einen ganz besonderen Eindruck, wirkt jedoch keinesfalls billig. Wer also ein kompaktes Gehäuse mit tollem Design und gutem Airflow zu gutem Preis sucht, der wird beim Bulldozer R4 fündig werden!