Skip to main content

Google finanziert Britischen Schulen Minicomputer

Um die nicht mehr so ganz neuen Medien auch in der Schule voranzubringen unterstützt der US-amerikanische Konzern Google Schulen in Großbritannien finanziell um die Anschaffung von Rechnern und Weiterbildungen für Lehrer zu ermöglichen.

Google arbeitet in Großbritannien mit der Charity-Organisation Teach First zusammen. Diese hat sich auf die Schulung von Absolventen im Computerbereich spezialisiert, Google möchte mit der Initiative eine bessere Bildung im IT-Bereich ermöglichen. Googles finanzielle Unterstützung soll genutzt werden, um rund 100 britische Lehrer in den kommenden Jahren fortzubilden. Das neu erworbene Wissen sollen die Lehrer anschließend an über 20.000 Schüler weitergeben.

Wie Google bestätigt, wird das Unternehmen für die Anschaffung der dazu nötigen Hardware sorgen. Als preiswerter Minicomputer soll der britische Raspberry Pi dienen. Beim Raspberry Pi handelt es sich um einen von der gemeinnützigen Raspberry-Pi-Foundation entwickelten Computer auf Basis der im Tablet- und Smartphone-Bereich sehr beliebten ARM-Prozessoren. Zwar kommt im Raspberry Pi nur ein eher langsames Modell mit wenig Speicher zum Einsatz, dafür bietet der etwa kreditkartengroße Rechner aber Anschlussmöglichkeiten für Messgeräte und weitere Platinen. Im Unterricht lässt sich mit einem solchen Rechner also deutlich mehr anstellen als es die technischen Daten vermuten lassen – Schüler können Erweiterungen im Physikunterricht entwickeln und selbst löten, im Informatikunterricht kann dann die dazu nötige Software geschrieben werden. Auch für Mess- und Steuerexperimente eignet sich der Raspberry Pi. Als Betriebssystem kommt wahlweise Android oder Linux zum Einsatz.

Google finanziert Britischen Schulen Minicomputer

Google finanziert Britischen Schulen Minicomputer

Der Raspberry Pi wird aktuell nach einiger Verzögerung bei der Produktion zumindest an Vorbesteller ausgeliefert. Momentan freuen sich Vorbesteller über die bereits dritte Charge des Minicomputers. Bis die Serienproduktion für die große Nachfrage ausreicht wird aber wohl noch einige Zeit vergehen. Angeboten wird der Raspberry Pi in zwei Versionen für 20 und 25 Pfund. Inklusive Versand und Steuern kostet das mit einer Netzwerkschnittstelle und einem zweiten USB-Port besser ausgestattete zweite Modell etwa 39 Euro. Aktuell gibt es noch keinen deutschen Händler für die Kleinstcomputer, die Rechner müssen also aus Großbritannien importiert werden.