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Intel: Details zu „Haswell“ bekannt

Im kommenden Jahr soll mit Haswell der Nachfolger der aktuellen Ivy-Bridge-CPUs erscheinen. Nun gibt es weitere Neuigkeiten zu den kommenden Prozessoren und zum Energiebedarf der CPUs.

Im zweiten Quartal 2013 führt Intel seine Tick-Tock-Strategie weiter. Dabei folgt auf eine Strukturverkleinerung immer eine neue CPU-Architektur in der dann bereits bewährten Strukturbreite des Vorjahres. Im aktuellen Falle nennt sich die neue Architektur Haswell und es bleibt bei der Produktion in 22 Nanometern, wie schon jetzt bei Ivy Bridge. Angesichts der fehlenden Konkurrenz – bislang produziert kein weiterer Hersteller Prozessoren mit so geringen Strukturbreiten – dürften 22 nm durchaus auch für die kommende Zeit ausreichend sein. Ebenfalls übernommen wird das Namensschema der aktuellen Core-i-CPUs, so dass Haswell als Core i3, i5 und i7 mit 4000er-Endung auf den Markt kommen wird.

Wer nun aber Änderungen an der Taktfrequenz erwartet, dürfte enttäuscht werden. Haswell wird auf Taktraten von bis zu 3,9 Gigahertz setzen und sich nur durch interne Verbesserungen von den Vorgängermodellen abheben können. Allerdings geht es Intel bei Haswell auch weniger um die Prozessorleistung, diese ist eh konkurrenzlos gut – spätestens seit AMDs Rückzug aus dem Highend-Markt für Desktop-CPUs. Intel versucht aber bereits seit einigen Generationen, die integrierten Grafikeinheiten auf das Niveau von AMDs APUs Llano und Trinity zu hieven. Und so sollen die meisten Bemühungen auch in Haswells iGPU geflossen sein. Die als HD4600 benannte integrierte Grafikeinheit wird dann wohl auch für den Anstieg der maximalen Energieaufnahme von 77 Watt auf 85 Watt verantwortlich sein – mehr Leistung kostet dann eben doch auch mehr Energie. Die gute Nachricht: Wer die iGPU nicht nutzt, wird wohl auch weiterhin nur um die 55 Watt unter voller CPU-Last benötigen.

Intel: Details zu „Haswell“ bekannt

Intel: Details zu „Haswell“ bekannt Bild:Intel

Das Flaggschiff der Haswell-Desktop-Serie wird wie erwartet der Core i7-4770K mit 3,5 Gigahertz Basistakt und bis zu 3,9 Gigahertz Turbotakt sein. Als „K“-Version ist der Multiplikator dieser CPU offen, was übertakten deutlich vereinfacht. Kaum langsamer aber ohne offenen Multiplikator kommt der i7-4770 daher – 100 Megahertz weniger Basistakt, ein identischer Turbotakt und eine minimal langsamere iGPU aber eben kein offener Multiplikator unterscheiden ihn vom „K“-Topmodell. Beide CPU bieten vier vollwertige Rechenkerne und Hyperthreading.

Ohne Hyperthreading kommen die CPUs der i5-Reihe daher, so dass beim i5-4570K nur vier Recheneinheiten anstelle von acht Kernen angezeigt werden. Der Basistakt liegt bei 3,4 Gigahertz, per Turbo geht es auf bis zu 3,8 Gigahertz hoch. Wie schon bei den beiden zuletzt genannten CPUs liegt die TDP bei 85 Watt. Doch es geht auch sparsamer: Intels Core i7-4765T kommt trotz iGPU mit nur 35 Watt aus, taktet aber auch nur mit 2 Gigahertz (Turbo: maximal 3 Gigahertz).

Erscheinen sollen die neuen Prozessoren im zweiten Quartal 2013. Für den Einsatz von Haswell wird ein neues Mainboard mit dem Sockel LGA1150 vonnöten sein.