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Kommentar zum Release der Steam for Linux Beta-Version

Vor knapp drei Stunden gab der Software-Entwickler Valve via Presseaussendung den Start der Steam for Linux Beta-Version bekannt. Eine gewisse Anzahl an Steam-Usern hat ab sofort die Möglichkeit, das neue System ausgiebig zu testen und beispielsweise Team Fortress 2 kostenlos unter Linux anzuspielen. Zudem sind zwei Dutzend weitere über Steam erhältliche Titel in der Linux-Version verfügbar.

Steam

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Gabe Newell, Mitbegründer und Chef von Valve, bringt es auf den Punkt: „Es ist ein riesiger Meilenstein in der Computerspiel-Entwicklung“. Valve sei mit der Entwicklung einer auf Linux basierenden Steam-Version dem Wunsch vieler Anwender nachgekommen, heißt es weiter in der Aussendung: „Wir sind glücklich, dass wir eine Fülle an Unterhaltung und die Community in dieser offenen, benutzerfreundlichen Plattform vereinen können“. Derzeit ist der Steam for Linux Beta Client für die Ubuntu Version 12.04 erhältlich. Die Wahl auf diese Linux-Distribution wurde natürlich nicht zufällig getroffen: „Die überwiegende Mehrheit an Leuten, die sich für die Beta-Version beworben haben, verwendet Ubuntu“, berichtet Frank Crockett, ein Mitglied des Steam for Linux Teams. „Wir erwägen, weitere populäre Distributionen in der Zukunft einzubinden. Das Feedback der Anwender hat allerdings oberste Priorität für uns“.

Als Valve die Steam for Linux Beta-Version ankündigte und nach Anwendern suchte, fanden sich innerhalb einer Woche bereits 60.000 Spieler. Aus diesem Pool hat der Software-Entickler Personen für die erste Beta-Runde ausgesucht, weitere werden laufend freigeschalten. Sobald für Valve ersichtlich ist, dass das System stabil läuft, wird Steam for Linux für alle Steam-Anwender zugänglich gemacht.

Der Schritt von Valve, Computerspiele unter Linux anzubieten, ist jedenfalls ein kluger Schachzug und wird mit Sicherheit bleibende Eindrücke hinterlassen. Für viele Linux-Interessenten ist die Verfügbarkeit von Computerspielen nach wie vor der Grund, Windows als Host-System auf dem Rechner zu installieren. Das könnte sich nun schlagartig ändern, denn was andere Software-Anwendungen (Office, Foto-/Videobearbeitung, etc.) betrifft, so steht Linux einem kommerziellen Betriebssystem um nichts nach. Valve hat die Position inne, den Ton anzugeben und viele weitere Spiele-Schmieden werden dem Ruf folgen und ebenfalls digitale Unterhaltung auf Linux basierte Systeme bringen. Die Wahl, Steam for Linux vorerst für die Distribution Ubuntu zu entwickeln, dürfte sich außerdem als geniale Idee entpuppen, denn gemeinsam mit Linux Mint basiert ersteres Betriebssystem auf der Distribution Debian. Alle drei Versionen werden von einem Großteil der Linux-Anwender verwendet und stellen somit anteilsmäßig das größte Stück vom Kuchen dar.