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Logitech Laser Cordless Mouse V400

Sie sind klein, ergonomisch geformt und halten mit einer Batterie wochenlang. Die Rede ist von Notebook-Mäusen für den schnellen Einsatz im mobilen Alltag. Ein neuer Nager aus den Hallen von Logitech hört auf den Namen Laser Cordless Mouse V400 und arbeitet mit dem frisch entwickelten Doppellaser-System auf Basis des 2.4-GHz-Übertragungsbereichs. Mit diesen Komponenten ausgestattet, soll die symmetrisch geformte Maus sowohl auf (fast) allen Oberflächen problemlos zurecht kommen als auch eine störungsfreie kabellose Verbindung im Umkreis von zehn Metern gewährleisten. Ob das rund 40 Euro teure Gerät seinen Zweck erfüllt, erfahren Sie in diesem Test.

Lieferumfang und Spezifikationen
Wie gewohnt liefert Logitech die Mäuse in bekannt türkiser Verpackung aus. Neben der eigentlichen Maus, welche den Käufer hinter der transparenten Verpackung freudig entgegenlächelt, befinden sich eine Kurzbeschreibung im Lieferumfang, ein schmaler USB-Stift als Empfangsstation und eine AA-Batterie. Die Spezifikationen sehen wie folgt aus:

– Gewicht: 93 Gramm
– Geeignet für Links- und Rechtshänder
– Farbe: grau-schwarz oder grau-orange
– Doppellaser-Sensor
– 5 Tasten und 1 Mausrad (4-Wege)
– kabellose 2.4GHz-Technologie
– schnelle USB-Schnittstelle (500 Abfragen/Sekunde)
– Betriebssystem: Windows 98SE/ME/2000/XP
– Mit IBM kompatibel
– Drei Jahre Herstellergarantie

Dezente Gestaltung für den mobilen Einsatz
Optisch weiß die Logitech V400 durch eine zurückhaltende grau-schwarze Lackierung zu überzeugen – auf Wunsch gibt es auch eine Variante mit orangefarbenen Seitenstreifen. Sie wirkt mit ihren eckigen Seitenstegen zeitlos und besitzt eine klassische Formung. Dank der symmetrischen Tastenanordnung und eines gleichmäßig gebogenen Gehäuses dürfen sowohl Rechts- als auch Linkshänder das kleine Eingabegerät ohne Nachteile nutzen. Für den mobilen Einsatz wurde die Maus mit dem so genannten "Tilt Wheel Plus Zoom" Mausrad ausgestattet, mit dem man Bildläufe in jede beliebige Richtung steuern kann. Außerdem können mit Hilfe der erweiterten 4-Wege-Technologie Bilder, Internetseiten oder andere Dokumente schnell vergrößert beziehungsweise verkleinert werden.

Das Herzstück des 93 Gramm leichten Geräts liegt jedoch genau unter der rechten Maustaste. Es handelt sich dabei um die "Dual Laser Engine", welche mit zwei parallel laufenden Lasern die Abtastrate erheblich verbessern und auf möglichst vielen Oberflächen funktionieren soll. Dabei macht der Laser nicht etwa eine optische Aufnahme der Oberfläche, wie bei herkömmlichen Lasertechnologien, sondern misst die Frequenz des reflektierenden Lichts. Darüber hinaus wurde der Chip so stark minimiert, dass er auch eine geringere Größe der Maus zulässt.

Abgesehen von diesen technischen Raffinessen braucht man für die neue Notebook-Maus nicht mehr eine große Empfangsstation, sondern lediglich einen winzigen, fünf Gramm leichten Stift. Dieser muss in einen USB-Anschluss des Notebooks gesteckt werden und stellt wenige Sekunden danach eine sichere Verbindung auf 2.4-GHz-Basis her. Wird die Maus nicht länger benötigt, kann der Stift in die Hinterseite der Maus eingeschoben werden und lässt sich so bequem transportieren.

Praxistest
Für unseren Praxistest verwenden wir neben den Standard-Oberflächen Holz, Kunststoff, Glas und Metall auch Alltagsgegenstände, wie eine Schreibtischmatte oder eine lackierte Tischoberfläche. Denn die Maus kann, so der Hersteller Logitech, nahezu auf jeder Oberfläche zum Einsatz kommen. Während bei Holz, Kunststoff und einer Metallunterlage keine Sensor-Probleme auftreten, ist die Maus bei Glas erwartungsgemäß untauglich. Der Laser wird nicht reflektiert, sodass die V400, genau so wie alle anderen optischen Mäuse, nicht auf einem Glastisch verwendet werden kann. Soweit, so gut.

Verwunderlich wird es erst bei den anderen beiden Unterlagen. Denn sowohl auf einem lackierten Holztisch, als auch auf einer handelsüblichen Schreibtischmatte, lässt sich die Maus nicht ordnungsgemäß bedienen. Während andere Mäuse mit herkömmlicher optischer Technologie problemlos zurecht kommen, gibt die Notebook-Maus den Geist auf und reagiert mit ruckelartigen, nicht akzeptablen Cursor-Bewegungen. Besonders dubios wird die Geschichte, als die Logitech V400 sogar auf aktuellen, sonst problemfreien Mauspads aus Kunststoff und Aluminium keine störfreie Abtastung vornimmt, sondern mit nicht weiter definierbaren Bewegungen auf dem Bildschirm antwortet.

Die Doppellaser-Technologie erweist sich zu unserer Überraschung als kaum verwendbar. Nahezu jede vergleichbare Notebook-Maus kann zumindest auf den Mauspads punkten. Die Logitech V400 fällt bei über 50 Prozent aller Unterlagen durch.

Hinzu kommt eine überdurchschnittlich indirekte Steuerung. Während Konkurrenzmodelle gleichzeitig mit der Handbewegung reagieren, zieht die V400 augenmerklich nach. Selbst bei sonst präzisen Mausunterlagen reagiert der Sensor stark zeitverzögert. Zwar kann man sich zumindest hieran noch gewöhnen, allerdings sollte dies bei einer Lasermaus nicht der Alltag sein.

Fazit
Die Laser Cordless Mouse V400 aus dem Hause Logitech sammelt in punkto Design, Form und Ergonomie Pluspunkte. Mit einem robusten Gehäuse, einem schicken Design und symmetrischen Tasten weiß ein jeder Anwender das Gerät zu schätzen. Doch während die optischen Dinge exzellent sind, weisen die technischen Komponenten eklatante Fehler auf. Besonders ärgerlich ist die Inkompatibilität zu über 50 Prozent der getesteten Oberflächen und die Tatsache, dass der Lasersensor zeitverzögert zur Handbewegung reagiert. Daher ist die Maus nur bedingt alltagstauglich und kann nur an wenigen Stellen eingesetzt werden.

Bevor Sie die Logitech V400 kaufen, wenn überhaupt, müssen Sie dringend vorab einen Praxistest durchführen. Können Sie sich an die leichte Bewegungsverzögerung gewöhnen und funktioniert die Notebook-Maus auf der Oberfläche des Einsatzgebietes, kommt der Kauf gerade noch in Frage. Wenn Ihnen ein vorheriger Praxistest zu störend ist, Sie viel unterwegs sind und immer andere Oberflächen mit der Maus nutzen, ist vom Kauf nachhaltig abzuraten.



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