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Medion Akoya S4216 – Preiswertes Ultrabook bei Aldi

Bislang zeigten sich Ultrabooks vor allem als eines: teuer. Am kommenden Donnerstag jedoch steigt der Universal-Discounter Aldi mit einem vergleichsweise preiswerten Ultrabook in den Markt ein. Hergestellt wird es wenig überraschend von Medion.

Medion Akoya S4216 – Preiswertes Ultrabook bei Aldi

Medion Akoya S4216 – Preiswertes Ultrabook bei Aldi Bild:Medion

Als Intel die Produktklasse der Ultrabooks vorstellte, schwebte den Entwicklern ein bezahlbarer Kompromiss aus Notebook und Netbook vor. 600 Euro sollten Ultrabooks kosten, dabei aber schneller als Netbooks und mobiler als Notebooks sein. So recht funktioniert hat der Intel-Plan indes nicht: Ultrabooks haben bislang nur einen geringen Marktanteil, was hauptsächlich an ihren recht hohen Preisen von 800 bis 1300 Euro liegen dürfte. Mit dem ab Donnerstag bei Aldi erhältlichen Medion Akoya S4216 dürfte die Preisgrenze etwas nach unten rutschen: Der Discounter verlangt nur 599 Euro.

Dass dabei nicht die flottesten und teuersten Komponenten verbaute werden können dürfte auf der Hand liegen. So setzt Medion, inzwischen vollwertige Tochergesellschaft von Lenovo, auf einen Intel Core i3-3217U um das Ultrabook anzutreiben. Diese CPU verfügt über zwei mit 1,8 Gigahertz getaktete Rechenkerne der dritten Core-Generation und beherrscht Hyper-Threading. In die CPU integriert Intel zudem eine Grafikeinheit, die nicht nur den Desktop sondern auch Filme flüssig darstellt. Spiele hingegen liegen dem Gerät mangels Leistung eher nicht.

Der Arbeitsspeicher ist mit 4 Gigabyte ausreichend bemessen. Das Display des Ultrabooks weist eine Diagonale von 14 Zoll auf und löst mit 1366 x 768 Pixel auf. Touchfunktionen bietet es nicht. Das ist angesichts der Preisklasse zwar nachvollziehbar, hätte das vorinstallierte Windows 8 aber stark aufgewertet.

Für eigene Daten steht ein 1000 Gigabyte fassende Festplatte zur Verfügung. Teurere Ultrabooks setzen hier ausschließlich auf die modernen SSDs, bieten dann aber auch weniger Speicherkapazität. Eine SSD findet sich dennoch – ein Modell mit 32 Gigabyte im schmalen mSATA-Formfaktor beschleunigt Festplattenzugriffe teils sehr stark. Verantwortlich ist hier Intels „Smart Response Technology“, im allgemeinen „SSD-Caching“ genannt – sehr praktisch, pflegeleicht und flott.

Für die Kommunikation mit der Außenwelt sorgt ein WLAN-Modul aus dem Hause Intel. Das N2230 überträgt Daten mit maximal 300 Megabit pro Sekunde und mit 2,4 Gigahertz. Zusätzlich beherrscht das Ultrabook so auch Intels Wireless Display. USB 3.0 ist ebenfalls vorhanden, so dass sich Daten schnell per Stick oder externer HDD tauschen lassen. Wie lange das Akoya S4216 mit dem beiliegenden 4-Zellen-Akku ohne Steckdose durchhält werden erst Tests ergeben müssen – inklusive des beiliegenden 3-Zellen-Zusatzakkus für den DVD-Schacht (der Brenner muss dafür entfernt werden) soll das Gerät allerdings bis zu 8 Stunden am Stück arbeiten können.

DVD-Brenner, Zusatzakku, beschleunigender SSD-Cache und eine auch ansonsten überzeugende Ausstattung: Mehr Ultrabook bieten auch andere Hersteller nicht bei deutlich höheren Preisen. Nur das recht hohe Gewicht von 1,9 Kilogramm stört beim Aldi-Ultrabook etwas – allerdings stehen dem auch 14 Zoll Displaydiagonale gegenüber. Perfekt wäre das Gerät zwar erst mit einem Touchscreen, das ist aber jammern auf sehr hohem Niveau. Der Preis von 599 Euro ist auf jeden Fall mehr als gerechtfertigt.