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Neues Laptop kaufen: worauf kommt es an?

Gegenüber dem konventionellen Desktop-PC hat ein Laptop einige unbestreitbare Vorteile: die heute recht kompakten Geräte lassen sich problemlos mobil einsetzen und belegen auch auf dem eigenen Schreibtisch nur eine geringe Stellfläche. Hinsichtlich der Leistungsfähigkeit müssen bei vergleichbarem Preisniveau zwar Abstriche gemacht werden, brauchbare Notebooks sind heute dennoch schon für kleines Geld erhältlich. Problematisch ist allerdings die Tatsache, dass sich einige Komponenten bei einem Laptop gar nicht oder nur mit großem Aufwand austauschen lassen. Aus diesem Grund sollte die Kaufentscheidung sorgfältig abgewogen werden. Worauf sollte beim Laptop Kauf geachtet werden?

Nach welchen Kriterien ein Laptop gekauft werden sollte
Zunächst sollten Interessenten das eigene Anforderungsprofil definieren. Wird das Gerät lediglich für Home-Office verwendet? Ist der Laptop fürs Studium? Spielen Video- und Bildbearbeitung eine Rolle? Soll es als mobiler Begleiter dienen und entsprechend kompakt und leicht sein? Wird es gar als Gaming-Laptop verwendet? Schon die Antworten auf diese Fragen zeigen: es gibt kaum gute oder schlechte Geräte; sondern nur jene, die den eigenen Ansprüchen genügen, oder nicht.

Laptop

Laptop ©iStockphoto/littlehenrabi

Folgende Kriterien sollten bei dem Gerät hinsichtlich der Kaufentscheidung maßgeblich sein:

Prozessor und RAM

Als besonders leistungsfähig gelten die Intel-Prozessoren Core i5 und i7; bei besonders kompakten Geräten auch Core m5 und m7. Mit einigen Abstrichen sind für Office-Tätigkeiten auch Core i3-Prozessoren sinnvoll einsetzbar. Wenn sich nicht die genaue Bezeichnung der CDU in der Produktbeschreibung findet, sondern nur Angaben wie Vierkern-Prozessor gemacht werden, ist Vorsicht geboten: Einige Prozessoren der Intel Celeron- oder Atom-Serie verfügen über derart wenig Leistung, dass selbst Webbrowsen zu einer zähen Angelegenheit wird. Die letztgenannten Prozessor-Reihen sollten nur ernsthaft in Betracht gezogen werden, wenn das Gerät tatsächlich sehr lange mit einer Akkuladung auskommen muss. Beim Arbeitsspeicher sind 4 GB für die meisten Tätigkeiten vollkommen ausreichend, lediglich bei intensivem Multitasking oder Bildbearbeitung sollten es 8 GB sein.

Interner Speicher

Der interne Speicher unterscheidet sich zum einen durch die Geschwindigkeit und den technischen Aufbau, zum anderen durch die Größe. Wer sparen möchte, greift zu einer günstigen konventionellen Festplatte mit einer Kapazität von zumeist 1 TB. SSD-Speicher sind etwas stromsparende und vor allem deutlich schneller, was das Hochfahren und den Programmstart beschleunigt. Dafür fallen die Kosten höher aus, der Speicherplatz zumeist geringer.

Software

Üblicherweise verfügt das Laptop über ein Windows-Betriebssystem sowie möglicherweise auch über ein Office-Paket. Bei besonders günstigen Angeboten wird aber häufig keine Windows-Lizenz mitgeliefert. Hier sollten also entsprechende Kosten für den Lizenzschlüssel mit einkalkuliert werden. Außerdem muss der Nutzer die Installation selbst durchführen, was die Fähigkeiten einiger weniger versierter Anwender überschreiten dürfte.

Bildschirm

Die passende Bildschirmgröße lässt sich natürlich nach eigenen Vorlieben bestimmen. Davon abgesehen gibt es allerdings auch Unterschiede bei der Auflösung. Spätestens ab einer Größe von 13,3″ sollte eine FullHD-Auflösung mit 1080 x 1920 Pixel gewählt werden. Ansonsten erscheint das Bild unscharf.

Gewicht

Mittlerweile sind Laptops im Bereich von 13″ bis 14″ erhältlich, die kaum mehr als 1 kg auf die Waage bringen. Das „klassische“ Business-Laptop vom Schlage eines Lenovo Thinkpad der T-Serie wird üblicherweise etwa das Doppelte wegen. Die leichten Geräte sind allerdings häufig weniger robust, zudem wird der Gewichtsvorteil teuer erkauft. Hier sollten Interessenten sich die Frage stellen, wie oft das Laptop tatsächlich bewegt wird.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Die wichtigen Kenndaten lassen sich gut mit einander vergleichen – was schnell dazu führt, dass ein sehr unterschiedliches Preis-Leistungs-Verhältnis ausgemacht werden kann. Hohe Preise bei vergleichsweise schwachen Komponenten sind häufig einer besonderen Verarbeitung sowie einem geringen Gewicht geschuldet. Im Umkehrschluss bedeutet dies: wer mit einem Plastikgehäuse leben kann und auch nicht viel Wert auf ein besonders geringes Gewicht legt, kann hier viel sparen.

Akku

Selbst bei Laptops, bei denen die Akkuleistung keinesfalls im Vordergrund steht, sind etwa 3-4 Stunden Laufzeit als Mindestwert anzunehmen. Die Obergrenze liegt bei etwa 12 Stunden, die einige kompakte Ultrabooks erreichen. Auch hier muss beachtet werden, dass eine überdurchschnittliche Akkulaufzeit zumeist zu einem deutlich höheren Kaufpreis führt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang allerdings auch, weniger auf die Herstellerangaben zu vertrauen, als vielmehr objektive Tests.

Am besten online informieren

Spätestens an dieser Stelle stellt sich die Frage, wo sich Interessenten informieren sollten, wenn der Kauf eines Laptops ansteht. Neben Erfahrungsberichten im Bekanntenkreis finden sich vor allem online Tipps und Hinweise zum Wunschgerät. Auch das Verbraucherportal Netzsieger hat sich gängige Geräte etablierter Hersteller angesehen. Hier zeigt sich häufig, dass es durchaus sinnvoll sein kann, ein wenig mehr Geld anzulegen. Einige Online-Shops bieten deshalb die Möglichkeit, Laptops auf Raten zu kaufen. So zeigt sich am Ende: aufgrund der großen Auswahl findet jeder das für sich passende Modell – wenn die wichtigsten Aspekte beim Kauf beachtet werden.