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Landwirtschafts-Simulator 2011 und Co. im Test


Blockbuster-Spiele zu testen und zu bewerten ist für einen Gaming-Journalisten eine recht triviale Aufgabe. Nicht trivial ist es jedoch bei Spielen, bei denen die öffentliche Meinung deutlich auseinanderklafft. Zu dieser Sorte gehören beispielsweise die Simulationen von den Distributoren rondomedia und astragon. Von den einen geliebt, von den anderen gehasst und milde belächelt – Das passt hier, wie die Faust aufs Auge.

In diesem Serientest werden wir Ihnen insgesamt sechs dieser Titel vorstellen. Um direkt zum jeweiligen Test zu scrollen, können Sie die folgenden Lesezeichen verwenden:

Austrian Truck Simulator
Bus- & Cable-Car-Simulator
Demolition Company – Der Abbruch-Simulator (Gold Edition)
Kehrmaschinen-Simulator 2011
Landwirtschafts-Simulator 2011
LKW-Rangier-Simulator

Austrian Truck Simulator

Im Austrian Truck Simulator geht es, wie der Name schon vermuten lässt, ums Brummi-Fahren. Ganz eindeutig ist die Bezeichnung allerdings nicht, denn es handelt sich hierbei um die Fortführung des German Truck Simulators und Sie dürfen auch in diesem Teil auf Deutschlands Straßen fahren – und eben auf österreichischen. Im Spiel gibt es eine Art Karriere-Modus, in dem Sie sich etablieren müssen. Anfangs arbeiten Sie als LKW-Fahrer – welche Überraschung – für eine Spedition und karren diverse Güter von A nach B. Machen Sie Ihre Arbeit gut, erhalten Sie von Konkurrenz-Unternehmen Angebote, die Sie mit besseren Prämien und moderneren Zugmaschinen keilen möchten. Mit genügend Geld auf der hohen Kante können Sie im weiteren Spielverlauf Ihre eigene Spedition gründen. Auf Ihrer Fahrt müssen Sie jede Menge beachten. Am wichtigsten ist natürlich der Zeitplan, denn wenn Sie unpünktlich sind, gibt es Abzüge vom Gehalt. Der Brummi fährt natürlich nicht mit warmer Luft und muss daher regelmäßig an der Raststation aufgetankt werden. Apropos Raststation: Als LKW-Fahrer können Sie natürlich nicht 24/7 in der Gegend herumfahren, sondern müssen auch hier und da ein Nickerchen einlegen. Tun Sie das nicht, wird Ihnen schummrig vor den Augen und ein Unfall könnte die Folge des Sekundenschlafs sein. Bei Arbeitsende geht es darum, möglichst viel Geld verdient zu haben. Das erreichen Sie durch pünktliche und ordentliche Zustellung der Güter. Hatten Sie auf Ihrer Fahrt eine Kollision, wurde dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit die Ware beschädigt. Das gibt natürlich Abzüge. Ebenso werden Sie fürs Rasen, dem Überfahren roter Ampeln oder dem Zusammenstoß mit anderen Fahrzeugen zur Kasse gebeten. Vorsicht ist also geboten, denn bei mehreren Delikten oder Kollisionen kann eine auf den ersten Blick rentable Fahrt rasch zu roten Zahlen führen.

Landwirtschafts-Simulator 2011

Landwirtschafts-Simulator 2011 Bild:Astragon

Der Austrian Truck Simulator besticht durch eine recht ordentliche Grafik und eine große Spielwelt. Allerdings gibt es dem Spieler nicht wirklich das Gefühl, im jeweiligen Land zu fahren, denn bis auf österreichische beziehungsweise deutsche Beschilderung auf den Autobahnen und ein paar Sehenswürdigkeiten, sieht die Landschaft irgendwie wie aus der Konservenbüchse aus. Auch die Fahrphysik ist seltsam und steuert man seinen Brummi mittels Tastatur, eiert man regelrecht durch jede Kurve. Geschmeidiges Fahren wird also nur mit externer Hardware ermöglicht. Stichwort „Sound“: Die Umgebungsgeräusche und der Sound der Fahrzeuge ist in Ordnung, jedoch gibt es keine Hintergrundmusik und das macht die lange Fahrt irgendwie monoton (und wenn Sie einmal Musik zu hören bekommen, heißt das nichts anders, als dass Sie auf die Tube drücken müssen, um rechtzeitig am Ziel anzukommen). Alles in allem handelt es sich bei diesem Spiel allerdings um einen netten Zeitvertreib – Kenner erfreuen sich an liebevoll gestalteten LKWs.

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Bus- & Cable-Car-Simulator

Als nächstes Spiel haben wir uns den Bus- & Cable-Car-Simulator näher angesehen. Der zweite Begriff im Titel lässt auch den Spielort vermuten: Richtig, es handelt sich um San Francisco. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Angestellten bei den Verkehrsbetrieben der Stadt San Francisco und kutschiert erstmal Passagiere mit dem Bus durch die Metropole, um sich seine Brötchen zu verdienen. Mit zunehmendem Fortschritt lassen sich mehrere Busse sowie Cable Cars freischalten, darunter herkömmliche Diesel-, aber auch doppelstöckige Reise- und elektrisch betriebene O-Busse. Das Spiel erinnert vom Aufbau her stark an Titel aus der GTA-Reihe: So sehen Sie den Charakter aus der 3rd-Person-Perspektive (alternativ auch Ego-Perspektive) und können sich frei in der Stadt bewegen. Zum Schlafengehen steht eine Wohnung zur Verfügung und wenn Sie genügend Geld haben, können Sie es in weitere Immobilien investieren. Darüber hinaus haben Sie auch die Möglichkeit, nicht nur mit Bussen oder Cable Cars zu fahren, sondern haben von Beginn an einen eigenen Pickup und dürfen im Autohaus auch neue Wagen erstehen. Mit dem Pickup machen Sie sich also auf den Weg zum Fahrdienstleiter und suchen sich eine schöne Route aus. Hierbei dürfen Sie auswählen, ob Sie beispielsweise eine schnelle Express-Tour (wenig Haltestellen) oder eine Stadt-Route bestreiten wollen. Der Entwickler verzichtete bei der Erstellung des Bus- & Cable-Car-Simulators jedenfalls auf keine Details, denn es kann so ziemlich alles gesteuert werden. Das fängt schon damit an, wenn Sie den Bus auch nur betreten wollen. Hier muss die Türe durch mehrmaliges Drücken der F5-Taste aufgedrückt werden. Sitzen Sie am Steuer, müssen Sie die Elektronik und danach den Motor anstellen. Ebenso verfügt jedes Fahrzeug über einen Bordcomputer, in den Sie Ihre Route eintragen müssen. Anderenfalls wird die Fahrt nicht auf dem LED-Panel angezeigt und die Passagiere werden nicht bei Ihnen einsteigen. Lustig ist auch, dass man zusteigende Personen begrüßen kann, nämlich in verschiedenen Gemütszuständen. Jeder kann hier selbst entscheiden, ob man die Fahrgäste mit einem freundlichen „Hallo!“ oder einem knurrenden „Neeeee!“ begrüßt. Busse müssen im Übrigen regelmäßig betankt und durch die Waschstraße geschickt werden. Reißt der Keilriemen oder geht eine Sicherung kaputt, muss man diese Teile austauschen. Der Spieler wird außerdem für besondere Dienste ausgezeichnet, für schlechte Aktionen (Rasen, unfreundlich zu den Fahrgästen sein,…) gibt es Negativ-Auszeichnungen.

Der Bus- und Cable-Car-Simulator hat einen wirklichen Pluspunkt: Der Spieler wird mit allen Details konfrontiert, die man sich nur vorstellen kann. Das reicht von der realitätsgetreuen Bedienung der Fahrzeuge über das Ausstellen von Tickets (wo fallweise Rabatte gegeben werden müssen) bis hin zur Reinigung und Wartung der Vehikel. Grafisch ist das Spiel nicht ganz so sattelfest: Die Umgebung ist zwar gut herausgearbeitet worden, allerdings krankt es an der Technik und so sieht das Spiel leider altbacken aus. Ein zweischneidiges Schwert ist die Physik: Die Lenkung ist ausgezeichnet, denn man kann auch mit Keyboard die Kurven gut nehmen. Das war auch schon der einzige Vorteil. Der Rest der Physik ist leider grausam. So kann es bei einer Kollision, die mit langsamer Geschwindigkeit verursacht wird, vorkommen, dass der Bus meilenweit in die Luft in aufsteigt. Auf der anderen Seite können Sie mit einem Cable Car alles niedermähen, was Ihnen in den Weg kommt, und bleiben trotzdem sicher auf den Schienen. Was den Sound angeht, kann man ganz zufrieden sein. Die Umgebungsgeräusche sind schön und die Klangwelt in den Fahrzeugen ebenfalls. Einzig der Pickup, der sich bei ca. 90mph so anhört, wie ein startender Düsen-Jet, trübt hier den Gesamteindruck. Zusammengefasst handelt es sich bei dem Bus- und Cable-Car-Simulator um ein Spiel mit viel Handlungsfreiheit und das müssen wir an dieser Stelle loben. Wer die Details liebt, sieht auch über die etwas triste Grafik und die teils furchtbare Physik hinweg.

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Demolition Company – Der Abbruch-Simulator (Gold Edition)

Es ist irgendwie ein Spiel zum Frustabbau: Denn um die brachiale Zerstörung geht es bei Demolition Company – Der Abbruch-Simulator, getestet in der Gold Edition. Hier können Spieler den Vorschlaghammer schwingen und den Presslufthammer röhren lassen. Die Simulation versetzt Sie in die Rolle eines Mitarbeiters einer Abbruchfirma und somit fallen Ihnen jegliche relevante Aufgaben zu. Sie bewegen sich prinzipiell in einem Areal, in dem das Unternehmen, ein Trainingsgelände und ein Shop für Werkzeuge und Maschinen angesiedelt sind. Der Spieler wird in einem Tutorial auf alles eingeschult und kann mit diesem Wissen im weiteren Verlauf zur Tat schreiten. Auch übermotivierte Sprengmeister müssen eben klein anfangen und so beschränken sich die ersten Missionen auf den Abbruch von Gebäuden mittels Vorschlag- oder Presslufthammer. Durch die erledigten Aufträge, die in verschiedenen Gebieten stattfinden (Flughafen, Industriegelände, Innenstadt, usw.) und des damit generierten Salärs haben Sie die Möglichkeit, neue Maschinen oder Sprengstoff zu kaufen beziehungsweise freizuschalten. Für jeden erfolgreich erfüllten Auftrag erhalten Sie zudem Erfahrungspunkte. Außerdem werden die Arbeiten mit steigender Erfahrung immer kniffliger, denn geht es anfangs rein um das Plattmachen von Gebäuden, werden in späteren Missionen nur Teile abgerissen oder es muss darauf aufgepasst werden, dass benachbarte Objekte nicht zu Schaden kommen. Für die Arbeiten kommen neben den eingangs erwähnten Grundwerkzeugen auch diverse Bagger, Abrissbirnen oder Bulldozer zum Einsatz. In vielen Missionen muss das Trümmerteil-Chaos beseitigt werden, wofür ein Radlader und ein LKW zur Verfügung stehen. Großen Spaß dürfte Spielern das Hantieren mit Sprengstoff bereiten, denn hier gibt es gleich drei verschiedene Sorten, die einander in puncto Sprengkraft unterscheiden. Bei kontrollierten Sprengungen greift man also zu einem schwächeren Sprengstoff, hat man keine zu schützenden Objekte im unmittelbaren Umkreis, kann man auch gerne einmal zum brisanteren Stoff greifen und den Urknall neu definieren. Zudem hat der Entwickler ein paar fiktive Hightech-Geräte eingebaut: So gibt es beispielsweise auch einen Plasmaenergiemanipulator in Ihrem Inventar, der dem Tool aus dem Blockbuster-Spiel Half-Life 2 nachgeahmt worden sein dürfte.

Was gibt es also zum Spielerischen zu sagen? – Es macht einfach Spaß, nach einem langen Arbeitstag im Büro seine Wut an virtuellen Gebäuden auszulassen. Die vielen Maschinen und Werkzeuge bringen hier eine gewisse Abwechslung, ebenso die verschiedenen Schwierigkeitsgrade und Missionen. Die Darstellung der Fahrzeuge ist generell ganz okay, jedoch nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik – Das betrifft auch die teils matschigen teils kantigen Umgebungskonturen. Trotz der Anwendung von NVIDIA PhysX sind wir von der Physik nicht wirklich hundertprozentig beeindruckt. Hier hätte man sicher mehr herausholen können und so sieht zum Beispiel eine virtuelle Sprengung nicht wie eine richtige Sprengung aus – Trotz perfekter Sprenggeometrie fiel das Abrissobjekt nahezu immer in die falsche Richtung. Die Tonkulisse ist hingegen weitestgehend in Ordnung. Für Leute, die das Thema interessiert oder die einfach nur Abwechslung haben möchten, ist das Spiel auf alle Fälle interessant.

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Kehrmaschinen-Simulator 2011

Wenn Sie schon des Öfteren gegen verschmutzte Straßen oder Parks gewettert haben, könnte der Kehrmaschinen-Simulator 2011 das richtige Spiel für Sie sein. Wenig überraschend schlüpfen Sie in die Rolle des Saubermanns und bekommen laufend Aufträge zur Reinigung von Messe- oder Industriegeländen sowie Straßenabschnitten oder Parks. Sie übernehmen dabei das Steuer von insgesamt drei verschiedenen Kehrfahrzeugen. Jedes davon ist für spezielle Zwecke ausgelegt und sollte daher vor jedem Auftrag dementsprechend ausgewählt werden. Aber der Reihe nach: Natürlich starten Sie nicht sofort mit einem vollen Fuhrpark, sondern lediglich mit einer kleinen Kehrmaschine. Damit kämpfen Sie sich durch die ersten Aufträge um so das nötige Kleingeld für größere Maschinen zusammenzukratzen. Je nach Einsatzgebiet wird eine Nass- oder eine Trockenreinigung verlangt. Sollte ersterer Fall eintreten, muss das Fahrzeug (nebst Sprit-Betankung versteht sich) mit Wasser beladen werden. Voll munitioniert tuckern Sie also gemächlich durch die Stadt und wenn Sie am verschmutzten Ort sind, müssen Sie die Maschine auf ihren Einsatz vorbereiten. Dazu zählt die Ausrichtung und Aktivierung der Kehrbürsten, die sich einzeln ansteuern lassen, sowie auch das Einschalten der – wenn angefordert – Wasser-Sprühanlage. Natürlich dürfen Sie nicht darauf vergessen, das orange Drehlicht anzumachen – Mittlerweile sind Sie ja schon im Einsatz. Sie grasen also langsam das verschmutzte Gebiet ab und wenn Sie damit fertig sind, bringen Sie ihr Fahrzeug wieder zur Basis zurück. Dort angekommen können Sie die Kehrmaschine wieder mit Wasser und Sprit betanken und den Sammelbehälter entleeren. In der Firma haben Sie zudem die Möglichkeit, die Kehrbürsten zu warten. Dies ist insofern wichtig, als dass abgenützte Bürsten den Schmutz nicht mehr gut genug kehren können und Sie dadurch weniger schnell vorankommen.

Gut gefällt uns bei diesem Spiel die Grafik: Hier gibt es wirklich schöne Details. So sieht man etwa, wenn eine Kehrbürste nicht mehr in gutem Zustand ist. Auch die Darstellung von Regentropfen und Raucheffekten sieht ausgezeichnet aus – Ebenso das „Cockpit“ der Fahrzeuge. Etwas trist ist hingegen die Sound-Kulisse und hier gibt es viele Geräusche, die nicht in diese Welt passen. Wie auch bei anderen Simulationen, die wir in diesem Roundup testen, krankt es bei diesem Spiel an der Umsetzung physikalischer Gesetze. Nichtsdestotrotz: Der Kehrmaschinen-Simulator 2011 ist wahrscheinlich das am meisten polarisierende Nischenspiel der Welt und Anwender werden wohl zumeist belächelt, wenn sie sich als Fan outen. Bei unseren Tests fiel positiv auf, dass das Spiel eine beruhigende Wirkung hat. Wem also Ballerspiele zu viel Action beinhalten, kommen mit dem Kehrmaschinen-Simulator 2011 in den Genuss eines ruhigen Spiels.

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Landwirtschafts-Simulator 2011

Wer denkt, das Browser-Spiel Farmville gebe jemandem einen tiefgründigen Einblick in die Materie, hat sich sauber geschnitten. Denn wer wirklich profunde Kenntnis bekommen (oder vertiefen) will, greift zum Landwirtschafts-Simulator aus dem Hause astragon. Die detailgetreue Nachbildung des Alltags eines Landwirten steht hier auf dem Programm. Der Spieler ist Herr über einen kleinen Bauernhof und muss mit harter Arbeit das Unternehmen aufbauen, um später über dutzende Traktoren und Mähdrescher, sowie das dazu passende Zubehör (Pflüge, Sämaschinen, Anhänger, Ladewagen, usw.) zu verfügen. Anfangs ist gerade einmal das notwendigste vorhanden, um die Felder zu pflügen, zu säen und abzuernten. Mit den gewonnenen Gütern verdient man das Klimpergeld, das man in weiterer Folge in die Erweiterung des Hofes steckt. Als Starthilfe für blutige Anfänger gibt es spezielle Tutorial-Missionen, die den Spieler mit allen Maschinen und Tricks vertraut machen. Ist man eingeweiht, kann man entweder weitere Missionen spielen, oder eben den obig erklärten Karriere-Modus starten. Das anfängliche Training kann an dieser Stelle nur als sinnvoll erachtet werden, denn das Spielfeld ist riesig – So groß, dass astragon dem Spiel eine Landkarte im Posterformat beilegt. Das Zentrum bildet freilich der Hof, auf dem die Fahrzeuge mit ihren Erweiterungen geparkt sind. Ebenso befinden sich an dieser Stelle zum Beispiel die Silos, der Sprittank oder das Saatgut. Gleich daneben liegen zwei Felder, die bearbeitet werden können. Der Spieler hat die Aufgabe, Felder zu pflügen, das jeweilige Saatgut auszusäen, zu düngen und später natürlich zu ernten. Zum Verkauf der Güter gibt es mehrere Möglichkeiten und jeder Abnehmer zahlt einen anderen Preis – und das auch noch tagesaktuell. Gott sei Dank bekommt man beim Landwirtschafts-Simulator 2011 einen PDA an die Hand, der über die aktuellen Preise Auskunft gibt, sowie etliche Statistiken und eine Landkarte parat hält. Selbstverständlich beschränkt sich das Spiel nicht nur auf pflanzliche Produkte – Auch die Viehzucht ist fixer Bestandteil eines jeden Landwirten und gemolkene Kuhmilch kann für bares Geld vermarktet werden. Zudem produzieren Kühe Gülle, die Sie als natürlichen Dünger für Ihre Felder verwerten können. Das Bearbeiten der (durchaus großen) Felder ist manchmal recht zeitintensiv und langweilig. Aus diesem Grund gibt es eine nette Funktion: Man kann nämlich per Tastendruck das jeweilige Fahrzeug an einen Helfer übergeben – die KI setzt also die Arbeit fort. Das hat erstens den Vorteil, dass monotone Tätigkeiten abgegeben werden können und man sich zweitens um andere Dinge kümmern kann. Einen Multiplayer-Modus gibt es außerdem: Mehrere Spieler können einander helfen, die Landwirtschaft in Schwung zu halten.

Der Landwirtschafts-Simulator 2011 ist nicht zu Unrecht ein Verkaufsschlager: Ein riesiges Areal und große Handlungsfreiheit sowie die Liebe zum Detail zeichnen dieses Spiel aus. Technisch muss man eine etwas zurückgebliebene Grafik und – wieder einmal – eine grenzwertige Physik ankreiden. Ansonsten macht das Spiel viel Spaß im Singleplayer-Modus. Der Multiplayer-Part ist auch ganz lustig, wobei es hier immer wieder vorkommt, dass das Spiel ruckelt. Alles in allem handelt es sich beim Landwirtschafts-Simulator aber um das beste Spiel in diesem Roundup.

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LKW-Rangier-Simulator

Last but not least haben wir uns auch den LKW-Rangier-Simulator angesehen, der, im Gegensatz zum Austrian Truck Simulator, auf das genaue Einparken und Zurückschieben ausgelegt ist. Die Aufgaben, die man hierbei zu lösen hat, sind also meistens nicht von langer Dauer, dafür allerdings nervenaufreibend – vor allem in den oberen Levels. In verwinkelte Gassen zurückschieben und dabei noch gegen die Stoppuhr in eine enge Parklücke zu treffen, kann manchmal ganz schon schweißtreibend werden. Die Devise lautet: Der Gewinner bekommt die Gold-Medaille. Es gibt insgesamt drei Zeitfenster, die der Reihe nach verstreichen. Je nach dem, in welchem Zeitfenster der Spieler den LKW beziehungsweise den Auflieger parkt, bekommt er entweder die Gold-, Silber- oder Bronze-Auszeichnung. Verursacht der Spieler einen Unfall, sind jegliche Chancen auf eine Medaille dahin. Insgesamt gibt es mehr als 50 Missionen, die man bestreiten kann. Der Clou hierbei ist, dass man die Missionen der Reihe nach freispielen muss, um voran zu kommen. Nebenbei gibt es auch Hindernisparcours, die ebenfalls gegen die Stoppuhr absolviert werden müssen. Soviel zum Hintergrund dieses Spiels.

In der Praxis imponiert der Titel durch eine schöne Grafik (schon klar, dass diverse Action-Blockbuster mehr hergeben) und ganz passablen Sound. Was jedoch hier den Gesamteindruck trübt, ist die Steuerung, also das Herzstück bei einem Spiel wie diesem. Dieser Aspekt wurde bei dem Austrian Truck Simulator besser umgesetzt und bei diesem Simulator ist es auch einfacher, mit dem Sattelschlepper zu rangieren. Zusammengefasst: Der LKW-Rangier-Simulator eignet sich hervorragend für ein kleines Spielchen zwischendurch. Die Missionen dauern meist nur eine Minute und sind unserer Ansicht nach gewisse Appetithäppchen für die Kaffeepause. Die Steuerung ist jedoch etwas hinterhältig.

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