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Spezial: Anwendungen von Laserpointern für Case-Modding

Fällt das Stichwort „LAN-Party“, so denkt man – abgesehen von den Spielen – wohl am ehesten an monströse Computersysteme und jede Menge Energy-Drinks. Was ebenfalls unumgänglich ist, sind die Beleuchtungselemente, denn ohne Sie kann der PC noch so viel unter der Haube haben und würde trotzdem nicht auffallen. Uns ist das Stichwort „LAN-Party“ beziehungsweise „Modding“ sogar einen Sonderbeitrag wert: Nämlich über Laserpointer. Wir erörtern, inwieweit sich Laserpointer für diesen Zweck eignen und gehen auf Besonderheiten der hier vorgestellten Produkte ein.

Bitte beachten Sie folgende Stellungnahme: Es gibt in verschiedenen Ländern unterschiedliche Gesetze zur Verwendung beziehungsweise zum Verkauf von Laserpointern. Diesen Rahmenbedingungen ist unter allen Umständen Folge zu leisten. Bei Nichtbeachtung der Gesetzeslage sowie bei missbräuchlichen Aktivitäten drohen hohe Strafen. Informieren Sie sich daher vor einem Kauf beziehungsweise vor der Verwendung ausreichend über die aktuelle in Ihrem Land gültige Gesetzeslage. Ebenso möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei Laserpointern nicht um Spielzeuge handelt und sie ab gewissen Intensitäten Augen- oder Hautschäden verursachen können. Schutzvorkehrungen (z.B. Sicherheitsbrillen) sind daher empfehlenswert.

Die getesteten Produkte stammen von dem chinesischen Hersteller Warnlaser, weltweit führend in der Herstellung von Laser-Produkten für Forschung, Unterhaltung, Astronomie und militärische Zwecke. Das Portfolio umspannt dabei sämtliche Farbtöne, sowie einen großen Bereich an Leistungsklassen – von wenigen mW bis hin zu mehreren Watt.

Da in Computersystemen von Casemoddern oftmals fluoreszierende Komponenten verbaut werden, können gerade diese Bestandteile mit einem Laserstrahl zu einem glühenden Hingucker aufgemotzt werden (beispielsweise die Kühlflüssigkeit in Wasserkühlungskreisläufen oder fluoreszierendes Kabelmaterial). Wir haben zweierlei Laserpointer ausprobiert: Einerseits einen 200mW Infrarot-Laserpointer (Wellenlänge: 808nm) und einen herkömmlichen 20mW Laserpointer (Wellenlänge: 405nm – Farbe: blau/violett). Beide Produkte gleichen einander wie ein Ei dem anderen: Bis auf die unterschiedlichen Warnhinweise sehen die beiden Laserpointer wie Kugelschreiber aus. Unsere Varianten sind in mattem Schwarz gehalten, können allerdings auch in Metallausführung bestellt werden. Die Laserpointer werden in dezenten Geschenkschatullen ausgeliefert. Zur Stromversorgung dienen jeweils zwei AAA-Batterien.

Die blau/violette Variante garantiert besonders für optische Aufwertung, ist dieser Farbton doch aufgrund der Wellenlänge für typisch elegante Laserstrahlen verantwortlich. Ebenso werden fluoreszierenden Gegenständen ein schillernder Glanz und ein regelrechtes Glühen verliehen (wie Sie es in unserer Bildergalerie deutlich erkennen können). Anwendung zum Modding kann dieser Laserpointer beispielsweise dadurch finden, indem man den Laserstrahl durch natürliche Reflektion oder durch Spiegelung durch das Computergehäuse leitet. Dieser Effekt sieht dann beispielsweise so aus, wie bei den futuristischen Sicherheits-Laserschranken, die in Hollywood-Blockbustern wie Ocean’s Eleven oder Mission Impossible I zur Anwendung kommen.

Berechtigterweise stellt sich die Frage, was man denn nun mit einem Infrarot-Laserpointer machen kann, ist doch der Laserstrahl für das menschliche Auge unsichtbar. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten. Denn beispielsweise CCD- und CMOS-Sensoren, wie sie in Digitalkameras und Camcordern eingesetzt werden, reagieren auf infrarote Strahlung und bilden diese sichtbar ab – Überwachungskameras machen sich diese Eigenschaft zu Nutze, um bei Dunkelheit klare Aufnahmen aufzuzeichnen. Nach diesem Prinzip ist selbst die schwache Strahlung einer IR-Fernbedienung auf einem Foto oder einem Video sichtbar, wenn dieses in einem abgedunkelten Raum aufgenommen wurde. Ebenfalls kann man mit einem Nachtsichtgerät den Strahl deutlich erkennen. Nebst diesem Einsatzgebiet können allerdings IR-Laserstrahlen auch durch spezielle Folien sichtbar gemacht werden und somit natürlich auch bei Modding-Anwendungen eingesetzt werden. Bei starken IR-Laserpointer – wie dem getesteten 200mW-Produkt – ist Vorsicht geboten: Die Strahlung reicht nämlich aus, um Streichhölzer zu entflammen, wie das folgende Video zeigt:

Abschließend lässt sich durch diesen Versuch sagen: Modding mit Laserpointern ist eine eher unkonventionelle Methode, kann aber zu lustigen und auch auffälligen Effekten führen.