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Steigende Speicherpreise

Die beiden großen Hersteller von NAND-Flash wollen offenbar ihre Fertigung von Speicherchips zurückfahren um so einen weiteren Preisverfall des Speichers zu verhindern. Das dürfte die aktuell massiv sinkenden Preise für SSDs ein wenig stabilisieren.

Laut Digitimes wollen Samsung und Toshiba die Fertigung für NAND-Speicher zurückfahren, um den sinkenden Preisen auf dem Markt für Flash-Speicher entgegenzuwirken. Zusätzlich sollen die beiden Unternehmen die Preise aber auch mit anderen Maßnahmen zu stabilisieren versuchen. So soll der Ausbau der Kapazitäten für 21- und 19-nm-Speicher verlangsamt werden. Daraus resultiert ein geringeres Angebot bei diesen Modulen und eine entsprechend höhere Nachfrage, was letztlich in steigenden Preisen resultieren dürfte.

Am aktuellen Preisverfall der NAND-Speichermodule sind die Hersteller allerdings nicht ganz unschuldig, da sie selbst für das aktuelle Überangebot an Flash-Speichern gesorgt haben. Vor allem bei den sehr beliebten SSD-Laufwerken sind die Preise für NAND-Speicher gut zu beobachten: Lag der Preis pro Gigabyte SSD-Kapazität vor einiger Zeit noch deutlich über einem Euro, werden mittlerweile viele Modelle bereits für 55 bis 60 Cent pro Gigabyte angeboten. Damit liegen SSDs zwar beim Preis pro Gigabyte Kapazität immer noch deutlich über Festplatten, die Hemmschwelle zum Kauf einer SSD ist in letzter Zeit aber massiv gefallen. Erfreulicher Nebeneffekt: Die „gefühlte Geschwindigkeit“ aktueller und mit SSD bestückter PCs und Notebooks liegt deutlich über der eines klassischen „Festplatten-Rechners“, so dass der Eindruck entsteht, Computer wären im letzten Jahr generell spürbar schneller geworden.

Samsung und Toshiba: Kürzung bei Speicherfertigung

Samsung und Toshiba: Kürzung bei Speicherfertigung ©iStockphoto/Oleksiy Mark

Allerdings ist fraglich, ob die Nachfrage nach SSDs weiterhin auf hohem Niveau bleibt wenn die Preise für die Datenträger wieder steigen. Es bleibt zu befürchten, dass in diesem Falle wieder mehr Nutzer zu klassischen und preiswerten Festplatten greifen anstelle sich für eine SSD zu entscheiden – Samsung und Toshiba hätten dann zwar wieder leere Lager, könnten die gewünschten hohen Preise aber nicht mehr halten.