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Stromsparende PCs und energiesparende PC Komponenten

Kaum etwas steigt so vorhersehbar in regelmäßigen Abständen wie der Strompreis. Durch die Energiewende in Deutschland verteuert sich der Strom sehr zuverlässig und wird somit zu einem immer größeren Posten in den monatlichen Ausgaben. Lag der Brutto-Strompreis im Jahr 1998 noch bei durchschnittlich 17,11 Cent, stieg er im Jahr 2012 schon auf 25,89 Cent pro Kilowattstunde. Durch die weiter erhöhte EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Gesetz) wird der durchschnittlich zu bezahlende Strompreis im kommenden Jahr voraussichtlich um weitere 3-5 Cent pro Kilowattstunde steigen. Zudem werden weitere Kosten für den Ausstieg aus der Atomenergie sowie für den Netzausbau auf den privaten Endkunden umgewälzt, so dass die Verteuerung eher höher als geringer ausfallen wird.

Es ist also höchste Zeit, die eigenen Stromverbraucher im Haushalt auf die jährlichen Stromkosten zu testen. Besonders auffällig sind dabei natürlich regelmäßige und energiehungrige Verbraucher wie beispielsweise der PC. Selbst im ausgeschalteten Zustand benötigen viele Computer heute noch eine gewisse Menge Energie, im Standby steigt diese schon auf zweistellige Wattzahlen an. Mit ein paar Informationen über die Stromfresser im PC lässt sich bei einer sowieso geplanten Anschaffung eines neuen Computers einiges an Energie einsparen. Ein Neukauf ohne konkreten Bedarf, nur um ein paar Watt einzusparen lohnt jedoch nicht – um die Mehrkosten für einen neuen PC wieder einzuspielen muss der Rechner unrealistisch lange genutzt werden. Von den negativen Folgen für die Umwelt durch die Produktion des neuen Rechners ganz zu schweigen.

Stromsparende PCs

Stromsparende PCs @iStockphoto/Ricardo Infante Alvarez

Doch nicht nur der PC und seine einzelnen Komponenten verbrauchen unterschiedliche Mengen Energie. Auch Peripherie wie externe Festplatten, Router, Bildschirme und Drucker hängen an der Steckdosenleiste und fordern ihren Tribut in Form von Energie. Doch auch hier gilt: Ein Austausch lohnt sich in den meisten Fällen nur, wenn wirklich Bedarf an einem neuen Gerät besteht – mit neuer Hardware lässt sich zwar Strom sparen, doch selten so viel, dass der Kaufpreis eines neuen Gerätes in absehbarer Zeit wieder eingespielt werden kann. Steht aber sowieso eine Neuanschaffung an, sollte schon auf den Energiebedarf geachtet werden. Umso mehr, je länger ein Produkte läuft. Router beispielsweise sind oft 24/7-Verbraucher, ein paar Watt Ersparnis können sich hier übers Jahr gesehen durchaus rechnen.

Interessant ist unter Umständen auch zu sehen, wie viel Strom so ein PC überhaupt benötigt. Netzteile mit utopisch hohen Wattangaben hat fast jeder schon einmal gesehen – doch wer braucht diese Energielieferanten? Und: Braucht ein PC heute mehr oder weniger Energie als ein älteres Modell? Bedeutet „Mehr Leistung“ auch immer gleich „Höherer Energiebedarf“?

Autor: Dennis Ziesecke