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Testbericht: Jabra GO 6470 Business-Headset

Auf dem Markt gibt es sehr viele Headsets die einen hohen Standard in puncto Komfort aufweisen und auch für Anwendungen im Home Office geeignet sind. Letztendlich beschränkt sich die Nutzung bei diesen Geräten jedoch zumeist auf den PC. Für all jene, die entweder ein Home Office haben oder in einem Unternehmen arbeiten, in dem flexible Konnektivität unverzichtbar für die betrieblichen Abläufe ist, schmälert sich die Produktpalette jedoch zusehends. Jabra bringt mit dem GO 6470 einen echten Allrounder an den Start, mit dem auf Knopfdruck die Verbindung zwischen mehreren Endgeräten gewechselt werden kann und somit sorgenfreie Kommunikation via Festnetz und auch VoIP-Anwendungen ermöglicht wird. Mehr über dieses spezielle Headset erfahren Sie im folgenden Testbericht von Paul Schneider.

Technischer Überblick

  • Erstes Bluetooth-Headset mit Touchscreen und Farbdisplay
  • Multiuse-Technologie: Festnetz-, Mobiltelefon und PC (Softphone)
  • SmartSetup-Assistent mit automatischer Konfiguration
  • Dual Noise Blackout-Technologie
  • Narrow- &Wideband (150 – 6.800 Hz)
  • Akustikschutz mit JabraSafeTone
  • Integriertes Touchpanel am Headset
  • Digitaler Signalprozessor (DSP)
  • Bluetooth-Reichweite bis zu 100 Meter
  • Bis zu sechs Stunden Gesprächszeit
  • Unified Communications kompatibel
  • 3-in-1 Trageform
  • Energiesparfunktion mit JabraIntelliPower
  • Ruftonsignalisierung
  • Gesprächsaufzeichnung
  • Schnellladefunktion
  • Sicherheitsverschlüsselung

Das Headset wird mit einem „Trageadapter“ für den Heimgebrauch, einem für den mobilen Gebrauch, Reiseladeschale, allen benötigten Kabeln, CD sowie Handbüchern und natürlich mit der Basisstation ausgeliefert. In der kleineren Variante GO 6430 kommt das Headset ohne Basisstation, sondern nur mit Reiseladeschale und USB-Bluetooth-Stick.

Im Home Office und unterwegs

Das Jabra GO 6470 ist sehr einfach zu konfigurieren und kann auch sehr leicht mit einem Mobiltelefon, in unserem Fall einem Nexus S von Samsung, gepaart werden. Die Pairing-Funktion lässt sich natürlich auch für den PC in gleicher Weise einfach setzen: In diesem Falle wird das Headset mit der über USB 2.0 angeschlossenen Basisstation synchronisiert, die überdies als praktisches Feature einen eingebauten Touchscreen hat. Dieser bietet diverse Einstellungsmöglichkeiten: Einerseits lässt sich hier schnell das jeweilige Endgerät auswählen, mit dem man telefonieren möchte. Außerdem kann über das Display ein Anruf beendet oder das Mikrofon auf stumm geschalten werden. Zudem zeigt der Monitor den Status des Akkus an. Zum Display müssen wir sagen, dass es während der Tests etwas langsam reagierte und manchmal musste die Eingabe wiederholt werden, da das Display nicht reagierte. Die mitgelieferte Software sollte auf alle Fälle installiert werden, da hier konfiguriert wird, wie das Headset genutzt werden soll. Hier bieten sich von professionellen Lösungen bis hin zu eigener Software die Möglichkeit, das Headset zu nutzen.

Testbericht: Jabra GO 6470 Business-Headset

Das Jabra GO 6470 Headset findet dank Basisstation mit vielen Einstellungsmöglichkeiten Anwendung im professionellen Sektor. Bildnachweis: Jabra

Wenn man sich in die einfache Bedienung einmal eingelesen hat, möchte man am liebsten so schnell nichts Anderes zum Telefonieren benützen. Denn das Headset hat ein Touch-Panel mithilfe dessen man die Lautstärke problemlos regeln und das Mikrofon stummschalten kann, wenn beispielsweise während des Telefonats die Sekretärin mit wichtigen Anliegen ins Büro kommt.

Ankreiden müssen wir jedoch, dass das Gerät sofort als Standardaudio-Device unter Windows implementiert wird. So wundert man sich anfangs etwas, warum Sounds von Film/Musik/Spiel auf einmal über das Bluetooth Headset wiedergegeben werden und nicht mehr auf den Boxen oder herkömmlichen Klinkenkopfhörern. Dazu kommt, dass das Headset nicht wirklich für Multimedia Anwendungen geeignet ist – Es handelt sich eben um ein professionelles Business-Headset.

Mittels Rechtsklick auf das Jabra Tray Icon kann der Benutzer einstellen, dass kein Audiolink zum Headset hergestellt werden soll. Jedoch kommt nicht jede Anwendung damit zurecht und so sollte man – um ganz sicher zu gehen – in den Windows Soundeinstellungen das gewohnte Ausgabegerät als Standard setzen und das Headset, wenn gewünscht, als Standardkommunikationsgerät eingestellt lassen. Wenig berauschend ist im Übrigen das leise Klingeln, wenn Sie einen Anruf erhalten – Zudem wird der Ringtone über die Basisstation abgespielt und es kann vorkommen, dass man den Anruf leicht überhört. Hier hätten wir uns als Krönung für dieses Business-Produkt ein DECT-Feature gewünscht. Getestet wurde das Jabra GO 6470 Headset bei einer Skype-Konferenz und auch via Handytelefonat. Bei beiden Tests konnte die Wiedergabe der Sprache überzeugen und das Headset zeigte selbst bei langen Telefonaten, dass es nicht unangenehm am Kopf wird oder drückt. Funktionen wie die Einstellung der Lautstärke, Stummschalten oder auch das Switchen zwischen diversen Endgeräten funktionierten anstandslos. Die Akkulaufzeit des Headsets beläuft sich laut Jabra auf ca. 6 Stunden Gesprächszeit was mit ca. 5:53 Stunden auch bei unseren Tests bestätigt wurde.

Fazit

Preislich bewegt sich das Jabra GO 6470 Headset bei ca. 250 Euro und ist damit für einen herkömmlichen User eher uninteressant. Vorzüge bietet das Gerät in jedem Fall für Selbstständige oder KMU, denn es bietet großen Konfigurationsspielraum in puncto Software und die Akkulaufzeit würde es theoretisch zulassen, fast einen kompletten Arbeitstag durchgehend zu telefonieren. Auch der Komfort lässt keine Wünsche offen, sowohl bei der Anwendung im Büro als auch im mobilen Einsatz. Dafür verzichtet der Hersteller jedoch auf den Multimediafaktor der für das angesproche Zielpublikum aber auch wenig interessant sein dürfte.