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Testbericht: Raijintek Triton Core Wasserkühlung

Bei der Zusammenstellung eines neuen Computers ist die Auswahl der Kühlmethode ein zentrales Thema. Noch vor wenigen Jahren fiel die Entscheidung hauptsächlich zugunsten der konventionellen Kühlung mittels Kühlkörper und Lüfter aus. Mit dem Stichwort „Wasserkühlung“ assoziierte man damals vor allem Profi-Zocker, die viel Zeit und Geld investieren, um in mühevollster Kleinarbeit einen Kühlkreislauf in ihr System einzubauen.

Dank findiger Hersteller sind Wasserkühlungen allerdings seit geraumer Zeit auch für technisch weniger versierte Anwender salonfähig geworden. Mit den so genannten „Kompakt-Wasserkühlungen“ können zwar nur einzelne Komponenten gekühlt werden, dafür sind sie kostengünstig und spielend einfach zu montieren. Wurden derlei Produkte lange belächelt, so entwickelten sie sich über die Jahre hinweg in eine durchaus probate Alternative. Eine solche Kompakt-Wasserkühlung, nämlich die Raijintek Triton, konnten wir uns kürzlich näher ansehen.

Raijintek Triton

Raijintek Triton Lieferumfang. Bild: PCDAILY

Überblick: Die Triton-Serie aus dem Hause Raijintek

Bemerkenswert ist an der Triton-Wasserkühlung, dass es sich dabei nicht nur um ein einzelnes Produkt handelt, sondern, dass sie in mehreren Ausführungen erhältlich ist. So gibt es diese Wasserkühlung beispielsweise mit unterschiedlichen Radiatorgrößen von 140 bis 360mm zu kaufen.
Ebenso werden Versionen mit verschiedenen Kühlmittelfarben angeboten und zu guter Letzt sind sämtliche Triton-Produkte auch als „Core“-Version verfügbar, die ohne Lüfter, dafür aber mit drei Kühlmittelfarben ausgestattet sind. Großer Pluspunkt bei dieser Vielfalt: Dem Anwender werden keine üppigen (und damit teureren) Pakete aufgezwungen. Stattdessen gibt es für jede Befindlichkeiten entsprechende Bundles.

Grundlegendes über die Raijintek Triton Wasserkühlung

Trotz der vorhin erwähnten Vielfalt sind die grundlegenden Eckpunkte bei allen erhältlichen Versionen identisch: Die Triton Wasserkühlung hat eine Pumpe an Bord, die einen maximalen Durchfluss von 120 Litern pro Stunde erreicht und ist von Werk aus mit Kühlmittel gefüllt (Kapazität des Wassertanks: 350ml). Damit sind Anwender in der Lage, einerseits die Kühlung sofort und ohne großen Aufwand zu verbauen. Andererseits kann das Kühlmittel nichtsdestotrotz gewechselt werden.

Raijintek Triton

Optische Aufwertung: Ein beleuchteter Wassertank. Das Kühlmittel kann darüber hinaus getauscht werden. Bild: PCDAILY

Der Hersteller gibt darüber hinaus an, dass das robuste Pumpenlager aus Grafit- und Keramik-Elementen besteht und 50.000 Stunden Betrieb überdauern soll (bei 24h-Betrieb wären das also knapp 6 Jahre Laufzeit; bei täglicher Nutzung von 10h – zumindest in der Theorie – in etwa 14 Jahre). Zur optischen Aufwertung sind zwei LEDs integriert, die den Wassertank beleuchten.

Schon auf den ersten Blick macht die Triton Wasserkühlung einen soliden Eindruck: Alle Öffnungen am Wassertank sind mit metallischen Gewinden ausgeführt, ebenso die Anschlüsse. Die Schläuche haben einen Innendurchmesser von 9,5mm und eine Wandstärke von 1,5mm (Länge: in etwa 33cm). Ebenso wirkt der aus Kunststoff gefertigte Tank äußerst robust. Kein Wunder also, dass das von uns getestete Produkt mit dem massiven 240mm langen Radiator stolze 1,5 Kilogramm auf die Waage bringt.

Installation & Leistung

Die Triton Wasserkühlung ist für alle gängigen Mainboards geeignet und lässt sich mit den mitgelieferten Montagematerialien im Handumdrehen installieren. Zum Aufsetzen des Kühlkörpers ist nach Vormontage der beiden Plates und dem Aufbringen der Wärmeleitpaste das Festziehen von gerade einmal zwei Schrauben erforderlich. Ähnlich simpel gestaltet sich auch die Montage des Radiators: In unserem Fall lösten wir bei zwei untereinander liegenden 120mm-Lüftern diagonal jeweils zwei Schrauben und konnten den Radiator damit in Windeseile provisorisch fixieren. Gleiches Prozedere im Anschluss bei den verbleibenden Schrauben. Um das Optimum aus der Wasserkühlung herauszuholen, sollte sie nicht direkt am Mainboard angeschlossen, sondern mit dem Netzteil verbunden werden. Dann ist man auch schon mit der Installation fertig.

Zum Testen der Kühlleistung setzten wir die Triton Wasserkühlung im Zusammenspiel mit aktuellen Intel- und AMD-Flaggschiffen mit einer TDP von bis zu 220 Watt ein. Während der traditionelle CPU-Kühler (hier: Cooler Master HyperR TX3) unter Volllast im Durchschnitt gerade einmal 72°C beziehungsweise im Idle-Betrieb 52°C erreicht, kann die Raijintek Triton Wasserkühlung im Schnitt auf 60°C beziehungsweise 43°C kühlen.

Fazit

Die Raijintek Triton Wasserkühlung besticht durch ihre solide Bauweise und kühlt selbst leistungsstarke Prozessoren unter Volllast zuverlässig. Darüber hinaus lässt sie sich spielend einfach installieren und ist zudem preiswert: Bei Caseking gibt es die von uns getestete Version mit 240mm-Radiator bereits ab rund 80 Euro. Einziger Kritikpunkt: Das Surren der Pumpe ist wahrnehmbar, aber zum Glück nicht störend. Alles in allem handelt es sich aber bei der Raijintek Triton um eine ausgezeichnete Kompakt-Wasserkühlung zum kleinen Preis.

Raijintek Triton