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Touchscreen-Tisch Samsung SUR40

Nach dem Siegeszug der Tablet-PCs könnten jetzt die Table-PCs kommen. Samsung stellt nun in Zusammenarbeit mit Microsoft einen Touchscreen-Computer in Tischgröße vor – allerdings ist der Samsung SUR40 vorrangig für Unternehmen gedacht.

Bereits im Frühjahr 2012 soll das „Samsung SUR40 for Microsoft Surface“ genannte „Tablet“ auf den Markt kommen. Das Gerät basiert auf Microsofts PixelSense-Technik und kann bis zu 50 Berührungen gleichzeitig verarbeiten. Der Bildschirm misst 40 Zoll bei einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Im Inneren des Touchscreen-Tisches befindet sich zudem weitere PC-Hardware in Form von AMDs Athlon X2 245e, einem Stromsparprozessor mit 2,9 Gigahertz, 4 Gigabyte RAM, einer 320 Gigabyte großen Festplatte und einer Radeon HD6750M für die Grafikausgabe. Für die Kommunikation mit der Außenwelt setzt der Tisch auf WLAN mit maximal 300 Megabit pro Sekunde sowie Ethernet. Per HDMI-in lassen sich auch Notebooks und Desktop-Computer oder Tablets an den SUR40 anschließen um den 40-Zoll-Monitor als Wiedergabefläche zu nutzen. Ein HDMI-Ausgang sorgt für schnelle Verbindungen mit externen Monitoren und Videoprojektoren. Die komplette Hardware passt dabei in die 10 cm dicke Tischplatte – stehen tut SUR40 auf vier Standfüßen – ganz wie ein normaler Tisch.

Das Computermöbel wird dabei mit Microsofts Surface-2.0-Betriebssystem ausgestattet und spielt entsprechend keine normalen Windows-Programme sondern spezielle Surface-Anwendungen ab. Mit dem SUR40 möchte Microsoft das so genannte „Surface-Computing“ populär machen: Der Rechner soll unter anderem im Handel, im Finanz- und Gesundheitswesen und in Bildungseinrichtungen eingesetzt werden. Endkunden dürften mangels Software vorerst nur wenig mit dem SUR40 anfangen können, zudem dürfte der Preis in Höhe von mehr als 8000 US-Dollar etwas abschreckend wirken.

Touchscreen-Tisch Samsung SUR40

Touchscreen-Tisch Samsung SUR40 Quelle: Samsung

Die Bedienung des SUR40 ist intuitiv und dank der 2 Millionen Sensoren für bis zu 50 simultan erkennbare Berührungen auch für mehrere Nutzer gleichzeitig möglich. Die Sensoren können dabei auch Finger, Hände und Gegenstände voneinander unterscheiden. So sollen Designer ihren Kunden auf dem Tisch neue Modelle präsentieren können, der Kunde kann die Designs dabei drehen, zoomen und genau betrachten. Auch Architekten und Mediziner dürften Vorteile aus dem „Oberflächencomputer“ ziehen können. Falls kein Platz für den Tisch vorhanden ist, lässt sich SUR40 auch an einer Wand aufhängen.

Auch wenn SUR40 primär für den Einsatz in Unternehmen vorgesehen ist, einige Hobbyentwickler basteln dennoch Anwendungen für den Touchscreen-Tisch. So zeigten rollenspielbegeisterte Programmierer eine Runde D&D auf einem Surface-Tisch. Der Bildschirm war dabei in der Lage, Zugweiten der Figuren anzuzeigen, einzelne Spielfiguren zu unterscheiden und Angriffs- und Verteidigungsoptionen einzublenden. Auch das Computerspiel RUSE, ein Strategietitel mit kriegerischem Hintergrund, wurde bereits für Surface vorgestellt.