Skip to main content

USA verbieten Pokemon Go an Gedenkstätten

Nicht überall erfreut man sich über den Spielwahn der Pokémon-Fans. So etwa im Washington Holocaust-Museum (USA). „Das Holocaust-Museum ist ein Ort, an dem wir den Opfern des Nationalsozialismus gedenken. Wir möchten nicht, dass in unserem Museum Pokémon Go gespielt wird“, so Andrew Hollinger, ein Sprecher des Museums. „Wir sind bereits in Verhandlungen, ob wir aus dem Spiel rausgenommen werden können“, so Hollinger gegenüber der „Washington Post“. Derzeit befinden sich drei „Pokéstops“ im Holocaust Museum.

Die Jagd auf Pokémons sorgt nicht immer für Freude

Das sogenannte „Augmented-Reality-Spiel“ boomt wie kein Game zuvor. Doch zahlreiche Besucher, die in das Holocaust Museum kommen, wollen keinen Einblick in die Geschichte, sondern virtuelle Monster fangen. Im Internet kursieren etwa Bilder von Smogon (ein Pokémon, das giftige Gase speit), das im Museum zu sehen ist. Besonders makaber: Smogon ist in einem Raum, in welchem Berichte von Personen sind, welche die Gaskammern überlebt haben. Es ist bislang nicht geklärt, ob es sich um eine Fotomontage oder ein echtes Bild handelt. Doch für die Museumsverwaltung spielt das nur eine nebensächliche Rolle. Sie wollen gar keine Pokémons in ihren Räumlichkeiten. So auch die Verwaltung des Arlington-Ehrenfriedhofes (Washington). Via Twitter gab die Friedhofsverwaltung bekannt, man wünsche auf dem Areal keine Jagd auf Pokémons.

Pokemon Go

Pokemon Go

Ein – in Deutschland – bekanntes Problem

Ähnlichen Ärger hatte bereits Niantic im vergangenen Jahr. Die ehemalige Google-Tochter sorgte in Deutschland mit „Ingress“ für Aufsehen, als einige Portale, um welche Nutzer kämpfen mussten, bei ehemaligen Konzentrationslagern gefunden wurden. Nachdem die Verantwortlichen schnell in das Kreuzfeuer der Kritik kamen, entfernten sie die Portale bei den Gedenkstätten.

Warum „Pokémon Go“ nicht ungefährlich ist

Auch für „Pokémon Go“-User heißt es: Das Wort „Gedenken“ beinhaltet das Wort „Denken“. Nicht überall, wo Pokémons gejagt werden können, sollte man die App aktivieren und die Biester fangen. Apropos Denken. In Texas wurde ein Auffahr-Unfall dokumentiert. Das mag keine Besonderheit sein – der Unfallgrund versetzte die Polizisten in Staunen: Der Fahrer stellte den Wagen regelwidrig ab, da er ein Pokémon fangen musste.



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *