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Analoge TV-Karten gibt es kaum noch als einzelne Karte zu erwerben. Die Zeiten des analogen Fernsehens sind vorbei, entsprechende Karten werden für wenige Euro bei Onlineauktionen verramscht. Allerdings ist ein analoger Tuner auf einer älteren TV-Karte auch abseits des Fernsehempfangs nicht unpraktisch: Damit lassen sich ältere Videoschätze von Videorekordern oder Videokameras auf den PC retten. Glücklicherweise bieten zahlreiche DVB-Karten auch einen zusätzlichen Analogteil an, so dass sich die Videos weiterhin umwandeln lassen. Es sollte beim Kauf allerdings auf das Vorhandensein eines Analogtuners und möglichst auch eines S-Video-Eingangs geachtet werden.

Über diesen S-Video-Anschluss kann nun der Rekorder oder die Kamera mit der Karte verbunden werden. Sollte das Gerät kein S-Video bieten: Preiswerte Adapter wandeln das Signal auf Cinch-Video oder Scart, entsprechende Adaptersets gibt es im Elektronikhandel bereits für 5-10 Euro zu erwerben. Den Ton nimmt die TV-Karte im Normalfall nicht auf, hier ist noch eine Verbindung mit dem Mikrofoneingang oder dem Line-In des Computers vonnöten – auch diese Kabel liegen einem Adapterset normalerweise bei. Sind Videorekorder und PC miteinander verbunden, wird die Aufnahmesoftware gestartet – zu diesem Zwecke liegen einigen TV-Karten abgespeckte oder zeitlich begrenzt nutzbare Videoschnittprogramme bei, alternativ bietet sich der Windows Movie Maker an, der Windows XP serienmäßig beiliegt. Nutzer von Windows Vista und Windows 7 können dieses rudimentäre Schnitt- und Aufnahmeprogramm kostenlos bei Microsoft herunterladen. Im Aufnahmetool muss nun der analoge TV-Eingang ausgewählt werden. Während der Videorekorder nun auf „Play“ gestellt werden sollte, wird auf dem PC die Aufnahme gestartet.

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Videos digitalisieren ©iStockphoto/Павел Игнатов

Im Aufnahmeprogramm lässt sich vor der Aufnahme wählen, ob das Videomaterial unkomprimiert (Format: AVI) oder komprimiert gespeichert werden soll. Soll das Videomaterial anschließend nachbearbeitet werden, bietet sich die unkomprimierte Speicherform an, soll das Video nur gespeichert werden und ist der PC zumindest halbwegs aktuell (Doppelkern-Prozessor), sollte zumindest in MPEG2 oder besser MPEG4 gespeichert werden. Bei unkomprimierten Videos kommt zudem eine große Datenmenge zusammen, zweistellige Gigabytemengen pro Stunde Video sind keine Seltenheit. Komprimiert mit einem effizienten Codec verringert sich der Platzbedarf drastisch: MPEG2 kommt auf etwa 2 Gigabyte pro Stunde Video, mit noch effizienteren Codecs sind zwei Stunden Video auch auf einer CD mit 700 Megabyte unterzubringen.

Autor: Dennis Ziesecke

TV-Karten Ratgeber: