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WLAN-Reichweite erhöhen

Wird der Router per Kabel mit dem PC verbunden, kommen Reichweitenprobleme nur selten vor. Netzwerkkabel können problemlos auch 100 Meter lang sein, geringere Geschwindigkeiten durch zu lange Kabel sind auch nicht zu befürchten. Doch nicht immer ist es möglich, ein Kabel zwischen Router und Rechner zu verlegen. Noch unpraktischer wäre ein Netzwerkkabel bei der Anbindung von Smartphones und Tablets – hier wird selbstverständlich auf Wireless-LAN, das kabellose Netzwerk gesetzt.

In kleineren Wohnungen bietet WLAN gute Leistungen und macht nur selten Probleme. Anders sieht es aus, wenn die Reichweite zwischen Router und Rechner zu hoch wird oder wenn sich dicke oder stark schirmende Wände zwischen den Geräten befinden. Sinnvoll ist es daher, den Router möglichst zentral zu platzieren und andere störende Geräte nicht in unmittelbarer Nähe aufzustellen – DECT-Funktelefone beispielsweise arbeiten auf der gleichen Frequenz wie viele Router und stören den Empfang. Befinden sich viele andere WLAN-Netze in der Nachbarschaft, kann es helfen, den Funkkanal so zu wählen, dass er nicht mit anderen Routern in Konflikt kommt. Nutzt der Nachbar beispielsweise Kanal 1, bietet sich für das eigene Netz beispielsweise Kanal 6 an.

Wunder wirken können diese Lösungen jedoch nicht. Soll ein anderes Stockwerk oder gar die Terrasse oder der Garten mit Internet versorgt werden, wäre die Investition in einen WLAN-Repeater ratsam. Diese Geräte werden oft nur in eine freie Steckdose gesteckt und fangen nach einer kurzen Konfiguration die Funkdaten des Routers auf und schicken sie frisch verstärkt weiter. Geschickt angebracht lässt sich die Reichweite so im Idealfall verdoppeln.

WLAN-Reichweite erhöhen

WLAN-Reichweite erhöhen @iStockphoto/Stephan John

Ist die Antenne des Routers abnehmbar, kann auch ein stärkeres Antennenmodel die Reichweite verbessern – soll nur ein Rechner in weiterer Entfernung angesprochen werden, rät sich eine Richtfunkantenne, die die Sendeleistung auf einen Bereich konzentriert.

Wenn WLAN absolut nicht funktionieren mag, gibt es zudem die Übertragung mit bereits bestehenden Kabeln – eine Stromverkabelung dürfte sich in jedem Haushalt befinden und lässt sich ebenfalls zur Datenübertragung nutzen. Sogenannte Powerline-Adapter modulieren die Netzwerkdaten so um, dass die Daten via Steckdose quer durchs ganze Haus geschickt werden können – bis zu 200 Meter Reichweite bietet die Technik, die netto erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten liegen bei etwa 100 Megabit pro Sekunde. Doch Vorsicht: Am Stromzähler ist für Powerline Schluss, so dass Wohnungen mit getrennten Stromkreisen sich nicht ohne weiteres per Steckdose vernetzen lassen. Einige Hersteller bieten zudem Adapter, mit denen sich auch Fernsehkabel und sogar einfacher Klingeldraht zur Datenübertragung nutzen lässt. Diese Lösungen sind allerdings vergleichsweise teuer und rechnen sich für den privaten Haushalt nur selten. Wenn die Möglichkeit besteht, ist die einfachste Version der Reichweitenverlängerung sowieso das klassische Netzwerkkabel.

Autor: Dennis Ziesecke